Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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Sa
6
Jan '07

Strudeln bei Knigge

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.. da war´s doch recht gemütlich heut in der vollen verqualmten oberen Etage des Café Knigge an der Bahnhofstraße. Aber von der Dame des Hauses spendierter Topfenstrudel und der Apfelstrudel mit Vanillesauce waren schon nebst Cappuccino eine kleine Sünde wert und entschädigten für zuvorige Einblicke in furchtbarstes Bielefeld. Nein, den Appetit möchte ich Ihnen heute Abend nicht mehr verderben. Das tu ich ein ander Mal.

Das Plakatlösungsmonster an der Alten Hauptpost ihrem vernagelten Tor

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Heute reizte es noch einmal, die Kamera auf das zugenagelte Haupttor der Alten Hauptpost zu richten. Die dick aufgeklebten Plakate hatten sich massenweise gelöst und robbten sich langsam auf das Trottoir zu. Viele Passanten hielten im Vorbeihasten innen und starrten kopfschüttelnd auf das seit Monaten bekannte Plakatlösungsmonster in unmittelbarer Nähe zur Hauptfußgängerzone. Ein gewisser Herr Holtkamp scheint hier nicht vorbei zu kommen. Es bliebe nämlich die Frage im Raume stehen, wo in Bielefeld “Image” beginnt ….

Mann mit Zivilcourage

Da lesen wir doch heute in der NW Neue Westfälische eine gar köstliche Geschichte. “Bürger verwarnt Stadt”. Das ist glatt wie “Mann biß Hund”. Aber korrekt: Am 20. Dezember des vergangenen Jahres parkte Bernd Sewing mit einem gültigen 50-Cent-Parkschein an der Friedrich-Ebert-Straße. Obwohl dieser noch nicht abgelaufen war, klemmte eine eilfertige BI-tesse ein Knöllchen unter Sewings Scheibenwischer. Doch der reagierte sauer und stellte der Stadt seinen Ärger mit 14 Euro plus Mahngebühr in Rechnung. Und war wohl im Recht, denn sein Parkschein war bis 12.11 Uhr gültig, das Knöllchen datiert auf 12.02 Uhr.

Lakonischer Kommentar des beamteteten Leiters der Bielefelder Bußgeldstelle, Bernd Jodeit: “Wir werden uns kümmern”. Das könne aber bei 200.000 Verwarnungen im Jahr dauern und der Parkschein könne ja schließlich auch verdeckt gewesen oder von einem anderen Parker im Nachhinein beschafft worden sein.

Oha, Autofahrer sind also a priori erstmal schuldig? Der Bürger als “latent vorzubestafender Sünder”? Lieber Bernd Jodeit, nur weil eine städtische Politesse was auf ein Zettelchen schreibt, muß das noch lange nicht stimmen und ein Beamter hat nicht von vornherein Recht, weil er Beamter ist. Nicht die Bürger sind für die Verwaltung da sondern umgekehrt. Schon vergessen?

Bernd Sewing jedenfalls läßt sich nicht vom Amt vergeigen und hat mittlerweile eine mit Mahngebühr auf die 14 Euro bewehrte Mahnung an die Stadt verschickt. Frist: 1 Woche.

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Hinter diesen Fenstern des Neuen Rathauses, die schon lange kein säuberndes Wasser mehr gesehen haben, haust die Verwaltung. Ob da doch der Durchblick manchmal fehlt?

Altstadtpflaster wird Dampf gemacht

Lang ist´s ja noch nicht her, seit stolz nach unendlichem Palaver die chinesischen Granitlinge – sprich Altstadtpflaster – dem gemeinen Volke zum Betreten übergeben wurden. Übergeben haben sich bei den diversen Festitivitäten danach einige, Kippen und Pommes mit Majo in die Steine getreten und auch sonst allerlei Unrat auf das Wohnzimmerpflaster geworfen. Dementsprechend sieht es jetzt aus und wird mit einer Dampfreinigungsmaschine aus Kleve behandelt. Sollte die Stadt Bielefeld eine solche Maschine kaufen, müßte sie 80.000 Euro hinlegen (Ähm, schon mal was von Leasing gehört?). Die Folgekosten betrügen jährlich 100.000 Euro…….. Tssssttt…. Wie das? Das Rathaus setzt doch sicher urclever 1-Euro-Jobber ein und läßt sich das Reinigungsmittel nebst Strom und Dampf von den Altstadtkaufleuten sponsern. Oder? Motto: “Wer das Altstadtpflaster betritt soll auch sehen, daß es sauber bleibt”….

Nur mal so zur Erinnerung: Übrigens gab es bundesweit jede Menge nicht grad positive Erfahrungen mit dem China-Granit.

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Die heiligen 3 Könige

teilten sich seinerzeit vor Bielefelds Toren auf. Nur einer ging in die Stadt und brachte statt Weihrauch, Myrrhe und Gold “Tulpen aus Amsterdam” , Natürlich nicht von der recht hochpreisigen Bielefelder “Floraqueen” sondern Blumen-Polz, Quelle. Und wie sagte die Dame? “Nicht der Preis zählt, sondern die Geste”. Ob das schon der erste positive Hilfspunkt in 2007 ist?

Tulpen aus Amsterdam