*Pickert: Ostwestfälisches Pfannengold. Essbar.
Autoren gesucht - jetzt mitbloggen über deine Stadt!Zufriedene Gesichter bei den Einzelhändlern Bielefelds. Obwohl heute noch Last-Minute-Geschenke abfließen werden, sei das “Weihnachtsgeschäft sehr gut gelaufen”. Wie hier in der Weihnachtsabteilung der Galeria Kaufhof. Böse Zungen behaupten, das seien “fast alles gestresste Männer auf der Jagd nach dem letzten Geschenk”. Ach. Seit wann haben die Busen?
Von wegen, “Mädchen tun das nicht”. Wie die NW heute berichtet, entrissen eine 15 und eine 17 jährige in Bielefeld-Mitte einem 66-jährigen die Herrenhandtasche (Sowas gibts noch?) und machten sich aus dem Staub. Zusammen mit zwei jungen Türken nahm der Mann die Verfolgung auf. Ergebnislos. Man rief die Polizei, die zwischenzeitlich einen heißen Anruf erhielt. Ein Mann hielt ein Mädchen in seinem Garten fest, die eine Handtasche verbergen wollte. Als die Polizei das festgenommene Mädchen vernahm, verriet sie den Namen ihrer Komplizin. Schließlich wurde sie ihrem Vater übergeben. Aus der Handtasche fehlte nichts.
“Kannst Du bitte noch schnell ein paar Kleinigkeiten in der Stadt besorgen?”. Mit dieser harmlosen Frage der Dame des Hauses, dem passenden Augenaufschlag und einem handgeschriebenen – sieben Positionen ausweisenden Einkaufszettel versehen, machte er (also ich) sich auf den Weg. Mal eben schnell zum Marktkauf. Erst Baumarkt in Brackwede, dann der neue Marktkauf Nr. 1 gegenüber Dr. Oetker in Gadderbaum. Schnell rein, schnell raus.
Viele, sehr sehr viele, hatten das auch vor. Heiße Parkplatzjagden in Schumi-Manier. Rückwärtseinparken, um das Terrain nicht zu verlieren. Ob die Menschen an diesem 23., einem Tag vor Heilig Abend , keine Heimat hatten? Ganze Bataillone von Einkaufswagen schoben sich durch die Gänge, schwer beladen. Hier fiel ein 10er-Pack bodengelegte Eier, da knallte eine Tüte Aufbackbrötchen auf den Boden. Da brüllten Kinder, da rammten frustrierte Mütter eine dahinschlampende Horde Teenies. Begegnungen der dritten Art an diesem einen Tag vor Heiligabend. “Nie wieder” schwor sich der Schreiber und hätte sich für seine eigene Naivität ohrfeigen können. Tröstlich allerdings: er hatte nichts vergessen. Dabei sind doch die Geschäfte in Bielefeld heute bis 20 Uhr geöffnet.
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