Veranstaltungstipp: Wiglaf Droste im Kamp
Lesung: Wiglaf Droste
Mittwoch 13.12.2006
Einlass: 19:00 Uhr
Beginn: 20:00 Uhr
VVK: 10 €
AK: 12 €

“Wir sind Tünsel: Schöner kann die Einsicht in die allumgreifende Fehlbahrkeit des Menschen nicht formuliert werden. Mit dem Wort Heimat verbinde ich keine Landschaft - wozu auch? Eine Sprache, in der Dölmer, Hachos und Tünsel durcheinander ramentern, wullacken und kalbern, ist Heimat genug.”
(Quelle: Wiglaf Droste in seiner Geschichte “Tünseliges Ostwestfalen”)
“1961 in Herford / Westfalen geboren, war Redakteur der ‘taz’ und der ‘Titanic’. Er veröffentlicht seine Texte im Funk, in Zeitungen, in Büchern und auf Tonträgern. Wiglaf Droste kolumniert immer freitags auf der Wahrheit-Seite der taz, schreibt eine Hörbuchkolumne für die FR, veröffentlicht im Funk (BR, MDR, RBB, SWR, WDR), in DUMMY, in LITERATUREN und in der jungen Welt. Gemeinsam mit dem Stuttgarter Meisterkoch Vincent Klink gibt Droste seit 1999 die vierteljährlich erscheinende kulinarische Kampfschrift “Häuptling Eigener Herd” heraus. Als Sänger nimmt er mit dem “Spardosenterzett” (das sind die Jazzmusiker Rainer Lipski, Michael Neher und Kai Struwe) CDs auf und begibt sich auf ausgedehnte Konzert- und Lesereisen. Für seine Arbeit wurde Droste 2003 mit dem Ben Witter-Preis und 2005 mit dem Annette von Droste Hülshoff-Preis ausgezeichnet. “Droste fühlt das Einzelne heraus, in dem sich bündig unser Ganzes ausspricht. Er hat Nase und Temperament des echten Satirikers.” (’Süddeutsche Zeitung’, Juni 2006) “Der Tom Waits der satirischen Schnappschüsse.” (’Galore’, Mai 2006)”
(Quelle: www.wiglafdroste.de)
wdr.de: In Ihrem Text “Tünseliges Ostwestfalen” schreiben Sie, mit dem Wort “Heimat” verbinden Sie keine Landschaft sondern eine Sprache. Sie sind selbst gebürtiger Herforder und in Bielefeld aufgewachsen, was macht das Westfälische für Sie aus?
Wiglaf Droste: Das Ostwestfälische ist eine sehr lautmalerische Sprache. Es gibt Wörter wie “dölmern”, “dameln”, “ramentern”, der “Tünsel”, das “Wullacken”. Sprache ist nicht nur Inhalt. Der Klang von Wörtern ist wichtig. Da hat das Westfälische erstaunlich viel zu bieten.
(Quelle: www.wdr.de)



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