lauerte hinter jeder Straßenbiegung gelbes, rotes Laub und prächtige, tiefstehende Eigentlich-Oktobersonne. Heute meist nur noch 12 Grad und das graue Grauen eines November-17.
Autoren gesucht - jetzt mitbloggen über deine Stadt!lauerte hinter jeder Straßenbiegung gelbes, rotes Laub und prächtige, tiefstehende Eigentlich-Oktobersonne. Heute meist nur noch 12 Grad und das graue Grauen eines November-17.
In Bielefeld treibt es ja bekanntlich die Freunde des Maritimen um.Ein See soll in Sennestadt nach Ihren Ideen entstehen, wo sich dereinst einmal die Autobahnen A 2 und A 33 kreuzen werden. Ich berichtete schon öfter darüber. Jetzt liegt ein Gutachten eines Büros vor, das von den Anhängern als “wahnsinnig positiv”, den Gegnern als “Siehste, nicht machbar. Zu teuer” eingestuft wird. Nun ist ja alles, was von ein klein wenig Belang ist in Schilda Bielefeld ein ewiges Tauziehen zwischen einer schlafmützigen Verwaltung, den Bedenkenträgern der Ratsfraktionen und den diversen Interessengruppen. Und am Teuto brauchen sie allemal länger als anderswo. Dafür gehts dann auch meist ziemlich in die Hose, siehe Granitpflaster in der Altstadt, das in Kürze vom Weihnachtsmarktfett, – Glühwein und – Zuckerwatte ertränkt wird. Andernorts haben sie schon so ihre Erfahrungen mit dem steinernen Billigkram aus China.
Wenn sich diese Bedenkenträger auch in Sachen See durchsetzen und nicht erkennen, daß für letztlich unterm Strich 6 zu finanzierende Millionen der Stadt Bielefeld ein ziemlich hübsches Segel-, Bade – und Freizeitrevier entstehen könnte, ginge es aus, wie meist in SchildaBielefeld.
Und darauf setzen wir jetzt mit Absicht das Bild einer der meistbefahrenen Kreuzungen in Bielefeld, die berühmt ist ob ihrer endlosen Aus- und Umbauten und Unfälle: Café Sport in Quelle. Links gehts Richtung Osnabrück, gradaus Richtung Ostwestfalendamm. Nahezu jeder zweite Autofahrer aus Schilda kreuzt hier öfter.
Auf 9 bis 11,5 Millionen Euro muß die Stadt Bielefeld wahrscheinlich verzichten, weil der Stadtrat Donnerstagabend mit nur einer Stimme Mehrheit beschlossen hat, keinen Ergebnisabführungsvertrag zwischen den Stadtwerken und der städtischen Beteiligungsgesellschaft zu schließen. Nach Meinung der Ratsmehrheit aus SPD, Grünen, Bürgernähe und PDS sei “das steuerliche Risiko” zu groß.
Manchmal muß man auch Dinge wagen, die Risiken bergen. Aber das ist Bedenkenträgern sicher fremd. Ach ja, der Beaujolais Primeur hat auch Bielefeld erreicht und zu Rieus Geigen genehmigen wir uns einen Schluck. Auf SchildaBielefeld unter der Sparrenburgfahne.
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