Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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Di
14
Nov '06

222 Kilo Müll pro Kopf

Die Zeitschrift Men´s Health hat die Statistiken über den angefallenen Müll pro Jahr in den 50 größten deutschen Städten untersucht. Bielefeld liegt mit 222 Kilo auf Platz 11 in Deutschland, in Nordrhein-Westfalen auf dem vierten. Bundesdeutscher Spitzenreiter ist Freiburg mit lediglich 137 Kilo. Aber die Breisgau-Stadt gilt ja ohnehin als Muster für den schonenden Umgang mit der Umwelt.

Parken bis 25% teurer

Alles schreit unisono im Chor und nicht nur in Bielefeld: “Innenstadtbelebung, Innenstadtbelebung, Innen….” Lassen wir das einfach einmal so stehen: Das Parkhaus im Neuen Bahnhofsviertel erhöht von 80 Cent auf 1 Euro die Stunde, Ritterstraße von 1,70 bisher auf 1,80. Das ist Rekord in der Einkaufsstadt am Teutoburger Wald.

Dem Schreiber schwant, es hänge mit dem Weihnachtsgeschäft zusammen, das dank des grandiosen Mehrwertsteuer AbzockeCoups der Berliner Groko auch für die Parkhausbetreiber zu einer “Frohen Weihnacht” werden kann. Süßer die Kassen nie klingeln.

Bielefeld. Häßliche Stadt?

Wer hier nicht geboren ist, aber schon lange lebt, verliert langsam den Blick für das Schöne und sieht eher das Häßliche. Ein Phänomen, das Bielefeld sicher mit allen größeren Städten teilt. Von außen wird Bielefeld als “langweilig, grau, uninteressant” gescholten. Von innen kennen seine Bewohner die attraktiven Ecken, stoßen sich aber auch an städtebaulichen Phänomenen. Wie z.B. Kesselbrink, Platz am Amerika-Haus, Rückseite des Telekom-Hochhauses, Jahnplatz, etc. Die Diskussionen über ein städtebauliches Gesamt-konzept ziehen sich schon Jahrzehnte hin. Manchmal erscheint dann wie in einem Stadtpuzzle ein neues Teil, z.B. das Bahnhofsviertel. Das so gar nicht zur eher geruhsamen Leineweberstadt passen will und tagsüber eher den Eindruck macht, den auch das neue Regierungsviertel Berlin-Mitte macht: Gigantoarchitektur mit Stahl, Glas und unendlichen vielen Kanten, Spitzen, Winkeln.

Vielleicht auch ein Grund, warum viele Bielefelder das relativ nahe Münster mit seiner romantischen Altstadt rund um St. Lamberti für die weitaus attraktivere Stadt halten, obwohl Münster der Ruf vorrauseilt, “Alte Großuniversität mit vielen Beamten rundherum” zu sein.

Viel Schatten und viel Licht im Tal unterhalb der Sparrenburg. Hält man die Kamera beim Blick auf die Türme einer der markanten Bielefelder Kirchen gen Himmel ergibt sich ein symbolisches Bild.

Interessant wäre, die Meinungen von Bielefeldern zu ihrer Stadt einzuholen und hier festzuhalten.

Wolken