Der Leineweber ist die Symbolfigur der Stadt Bielefeld. Mit dem Aufstieg des Leinengewerbes im 17 . Jahrhundert gewann die Produktion von Garn und Leinwand auch hier immer mehr an Gewicht. Der florierende Absatz brachte Bielefeld Wohlstand, Bielefelder Leinen war sogar in den USA begehrt.
Ab 1830 kam durch die beginnende Industrialisierung die Krise, konnte aber mit ersten Fabrikgründungen in Bielefeld langsam aufgefangen werden. 1851 wurde die “Spinnerei Vorwärts” gegründet, deren Gebäude heute – erstklassig restauriert – in das Gadderbaumer Konglomerat der Firma Dr. Oetker eingebunden ist. Die Straße, an der dieses Gebäude gut von außen sichtbar liegt, ist nach dem “Vorwärts”-Gründer Alfred-Bozi benannt.
Besucher schicken wir aber heutzutage gerne in die Stadtmitte, wo die imposante “Ravensberger Spinnerei” liegt, die mit ihrer Weitläufigkeit von vielen Auswärtigen für ein wahres Schloß gehalten wird und nicht für die ehemals größte Maschinenspinnerei Europas. Der in Bielefeld wohlklingende Name Delius ist eng mit ihr verknüpft. 1870 liefen mehr als 11% aller Spindeln und Webstühle Deutschlands in Bielefeld. Der Maschinen-bau entwickelte sich hier parallel zu den wachsenden Bedürfnissen der Textilfabrikanten. Namen wie Nikolaus Dürkopp und Carl Schmidt wurden mit der Fabrikation von Nähmaschinen, später sogar Fahrrädern, Autos und Motorrädern weltbekannt. Die Dürkopp-Adlerschen Nähmaschinen werden heutzutage unter chinesischer Ägide entwickelt und gebaut.



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