Archiv für den Monat: November 2006

Nimmersatter Bünemann

Der Mannesmann-Prozeß ist soeben skandalösspektakulär zu Ende gegangen. Aber das, was hier in Ostwestfalen-Lippe um einen gewissen Herrn Joachim Bünemann los ist, toppt sogar die Düsseldorfer Jurashow.

Bünemann, seines Zeichens derzeit ruhender („Krankheit“) Vorsteher des zu Ostwestfalen-Lippe gehörenden Landesverbandes Lippe und SPD-Multifunktionär mit sage und schreibe weiteren 15 Funktionen in allen möglichen Verbänden, Gremien und Gruppierungen bekam den Hals nicht voll, als es im Jahre 2001 galt, die Kosten des Hochzeitsessens seiner Tochter (ca. 2.500 Euro) korrekt abzurechnen. Wenig später bei seinem 50. Geburtstag (ca. 1.500 Euro) das Gleiche: Statt zu zahlen, wurden die Kosten als „Werbungskosten“ bei der betriebseigenen Gaststättenbetriebsgesellschaft verbucht. Der nette Herr Bünemann behauptete nun stur und steif, als ein Angestellter im August 2006 zum Anwalt ging und alles ins rollen brachte, er hätte niemals Rechnungen erhalten. Was wohl nicht stimmte, weil der Angestellte sich als Untergebener genötigt fühlte.

Nun machen Partei, Innenminister und Staatsanwaltschaft in diversen Verfahren gehörigen Druck auf Bünemännchen. Der, Beamter in ziemlich hohem Range, ist immer noch der Meinung, abtauchen sei das beste Mittel, dem auszuweichen. Und weil er weder Ackermann noch Esser ist, wirds ihm final wohl richtig an den Kragen gehen. Auch ein ultradickes Bünemann-Fell reißt eines Tages.

Was auch gut so ist. Sonst könnte man ja auf die fatale Idee kommen, unsere Justitia trage die Binde vor den Augen, um ungestörter Prozesse auswürfeln zu können.

Gericht

Die Gerechtigkeit im Blick. Anfahrt Richtung Bielefelder Landgericht. Demnächst Bünemann-Bühne?

Hans Klick

Hans Klick

Bielefeld ist seit einigen Jahren um eine atemberaubende Persönlichkeit reicher und die Öffentlichkeit hat bisher kaum Notiz davon genommen. Das soll sich jetzt ändern!

Liebe Bielefeld-Blog-Leser, besucht massenhaft die Webseite von HANS KLICK, schickt ihm Fan-Post, überweist ihm all Euer Geld! Er freut sich bestimmt… Ich weiß das!
Los geht’s: http://www.hans-klick.de

Siebenmeilenstein in Ummeln

Vielen ist er schon aufgefallen, der Obelisk im Bielefelder Stadtteil Ummeln. Rechts der Bundesstraße 61 Richtung Gütersloh steht er. Was er bedeutet, wissen nicht alle. Es ist ein Postmeilenstein aus dem 18. Jahrhundert und das eigentliche Wahrzeichen Ummelns. In regelmäßigen Abständen an den Straßenrändern errichtet, dienten sie den Postkutschen als Wegweiser und Entfernungsanzeiger. Bis zur damaligen Stadtgrenze Bielefelds (Ummeln war noch lange nicht eingemeindet) waren es z.B. 7 Meilen. Ob daher der Begriff „Siebenmeilenstiefel“ kommt?

Meilenstein

Weihnachtslieder

ClownComedyComplott

Bielefeld mag ja andernorts als provinzielles Dorf gelten, hat jedoch eine reichhaltigere Kulturlandschaft als einige andere vergleichbare Städte Deutschlands! Damit meine ich nicht etwa Ingo Oschmanns Figaro Comedy Show , die neuerdings Church Of Comedy heißt oder andere mehr oder weniger „berühmte“ Institutionen. Nein! Es gibt auch zahlreiche Künstler, die eher bescheiden und im Verborgenen wirken.

Das Foto zeigt das ClownComedyComplott als Kapitän Plackenstedt und Matrose Heini, – zwei Comedians, die mit Slapstick, visueller Comedy, excellenter Tollpatschigkeit, groteskem Wortwitz und erstklassig inszenierten Parodien schon eine Vielzahl von Menschen zum Lachen brachten.

Augen auf! Manchmal stehen Sie auch auf dem Weihnachtsmarkt als Phil und Ben und musizieren…

Wie als obse schwebt

Zwischen Lager im Dürkopp-Block und renoviertem Stadttheater schwebt eine weitere Bielefelder Straßenbrücke. Über die kühne Konstruktion aus Glas und Stahl – gestiftetet von einem Bielefelder Bauunternehmer – kann man in stillen Momenten Versatzstücke für „Tosca“, „Schillers Räuber“ oder „Hamlet“ hin – und herüber ziehen sehen. Besonders interessant heutzutage: „Die Räuber„. Hier hat die Wirtschaftswirklichkeit des Dichters Phantasie schon lange überholt. Denn: sie wissen nicht, was sie wirklich tun und bekommen dafür sogar Absolution.

Theaterbrücke

One morning in Brackvegas

Fährt man langsam durch die Hauptstraße des Bielefelder Stadtteils Brackwede, kommen Assoziationen. Eine Spielhölle, noch eine Spielhölle, wieder eine Spielhölle, eine „Wetten-daß…Bude“, noch eine Spielhölle, wieder eine. Dazwischen Leerstand, Leerstand, Leerstand.

Brackvegas

Wo früher einmal kleiner, aber auskömmlicher Handel florierte, ist Bielefelds größter Stadtteil heute zu einer Art Brackvegas mutiert. Komisch nur, daß an fast allen Spiel/Wett/sonstwie-Höllen die Inhabernamen mit „Ali“, „Ibrahim“ oder anderen orientalischen Namen beginnen. Ob das alles so richtig gut ist?

Leerstand

Die Sparkassen – und Bankenpaläste scheints nicht zu stören. Sie planen ihre Aus- und Anbauten und fröhnen ihrer Lieblingsbeschäftigung, dem Lesen von Basel II-Bestimmungen. Auch hier komisch, daß die wohl auf die „Ali´s“, „Ibrahims“ und andere orientalische Vornamen eher weniger angewandt werden als auf Renate, Hermann oder Elisabeth, die ihren Bettenhandel nach Jahrzehnten aufgeben (müssen)….

Die Date-Uhr Nr. 1

Wie viele Bielefelder oder auch Auswärtige mögen sich schon „unter der Alcina-Uhr“ auf dem Jahnplatz verabredet haben? Gestiftet wurde sie von dem gleichnamigen Unternehmen, das 1905 in Bielefeld vom Apotheker Dr. August Wolff als chemisch-pharmazeutische Fabrik gegründet wurde und auch heute noch einen bekannten Namen hat. Über das Design der Uhr wollen wir mal den Mantel des Schweigens decken.

Alcina-Uhr

Johannes Rau in Bronze

Der Bielefelder Textilunternehmer Eduard Delius ist der Vater von Christina Rau, der Ehefrau des verstorbenen Altbundespräsidenten und ehemaligen NRW-Landesvaters Johannes Rau. Dessen Denkmal, über 2 Meter hoch und in Bronze gegossen, schenkt er jetzt seiner Tochter. Die britische Bildhauerin Ann Weers Lacey, eine Bekannte der Familie, hat die Skulptur gestaltet. Sie zeigt einen lächelnd auf die Menschen zugehenden Johannes Rau. Wo das Denkmal aufgestellt wird, ist nicht bekannt.

Wie Minipli Konzepttrainer wurde

Ein in Sache und Inhalt lesenswertes Porträt des Bielefelder Trainers ohne Trainerschein (den bekommt er erst nach derAbschlußprüfung im Dezember) Thomas von Heesen findet sich am vergangenen Sonntag in „kicker online“. Tvh, der einst mit Minipli und Schnäutzer auf der Alm stürmte, wird von Kicker-Redakteur Stephan von Nocks chirurgisch durchleuchtet. Fußball wird zum Konzept, zum Rasenschach. Wenn es kommenden Samstag gegen Leverkusen wieder mit dem mittlerweile schon berüchtigten Almpressing klappt, gehen weitere Punkte an den Mann, der 378-mal in der Bundesliga spielte und „keinen Fehler zweimal sehen“ will.

Ob er letztens in Bremen ein paarmal zu oft wegschaute ?

Der tägliche Weihnachtsmarktschwindel

Es soll hinterher keiner behaupten,
er hätte von alledem nichts gewusst!

Nichts ist echt auf dem Weihnachtsmarkt!
Weder das Wetter, noch die weihnachtlichen Artikel,
welche dort für teures Geld verscherbelt werden.

Wer z.B. noch an Handwerksschnitzer im Erzgebirge glaubt,
wird schnell auf den Boden der Realität geholt, wenn er einmal
hinter die falsche Fachwerkfassade schaut:

Ein Schelm, der Böses dabei denkt!

Die Altherrenriege fordert:
Keine Fernost-Imitationen und volle Transparenz im Kitschgeschäft auch für den Verbraucher!
Kennzeichnung der lückenlos nachvollziehbaren Herkunft auf allen angebotenen Waren!
Denn: Nur Weihnachtskitsch aus kontrollierter Herstellung ist den geforderten Preis auch wirklich wert!

Rudolf-August O. und Ingolf L.

Richtig gelesen. Rudolf-August Oetker, 1916 geboren, aber immer noch mit großem Einfluß bei Deutschlands wohl größter Reederei, Pizzafabrikation und Puddingabfüllung und Ingolf Lück, TV-Comedian und Arminia-Fan sind die beiden bekanntesten Absolventen der mit Abstand ältesten Schule Bielefelds und Umgebung, dem 1558 gegründeten Ratsgymnasium. Rund 700 Schüler werden in einem der schönsten Gebäude Bielefelds, dem historischen Grestehof, unterrichtet.

Seltsam, daß diese alte Bildungsanstalt nicht mehr bekannte Absolventen hat…..

Ratsgymnasium

Ein Lamm wird laut

Lammfromm ist sicher keine zutreffende Bezeichnung für Hans-Günther Lamm, den Bielefelder Kreishandwerksmeister. Und so kritisiert er öffentlich die Vergabepraxis der Bielefelder Stadtverwaltung, die wohl seit Monaten einen einstimmigen Beschluß des Rates zur Anhebung der sogenannten Vergabe-Wertegrenzen ignoriert. Die SPD-Fraktion fordert die Angebung dieser Grenzen, um dem heimischen Handwerk mehr Chancen bei der Vergabe öffentlicher Aufräge einzuräumen.

Klingt sehr logisch. Oder gibts da in der Verwaltung etwa „dreckige Hände“. Nein, nein, wir sind ja nicht im Land, wo die Zitronen blühen. Hier wachsen nur Bananen. Wie in Panama.

Merkur . Götterbote im Abseits

Lange Zeit schmückte er den Alten Markt, die „gute Stube“ von Bielefeld. Dann meinte die zum Oetker-Konzern gehörende Lampe-Bank, ebenfalls am Alten Markt, man könne ihn doch gut durch einen Brunnen in Form einer Puddingschüssel ersetzen. Es hagelte Proteste. Aber eines Tages landete Merkur, Götterbote und Schutzgott des Handels, (vom Künstler Herbert Volwahsen in der 60er-Jahre Formensprache erschaffen) auf dem städtischen Bauhof. Der „Rat“ der Stadt hatte mal wieder, wie so oft, Fakten geschaffen.

Was die Bürger dachten, schien egal zu sein. Dann kam das neue Puddingteil in hellem Marmor auf den Alten Markt, sprudelte gar lieb. Und vergessen ist der Merkur, dessen kaum beachtetes Dasein sich heute auf dem kleinen Platz vorm Hotel Mercure in der Bielefelder Altstadt abspielt. Ob sich noch jemand an ihn erinnert?

Merkur

Postindustrielle Romantik am toten Containerbahnhof

Ein riesiges Areal mitten in Bielefeld, hinter der Herforder Straße: der Containerbahnhof. Schon vor längerer Zeit wurde der Betrieb eingestellt, Kräne, Zäune und Schienen rosten vor sich hin. Was mit dem Brachland, das sich gut zur stadtnahen Bebauung eignen würde, geschehen soll, ist politisch unklar. Die nahe gelegene Industrie – z.B. das Mielewerk Bielefeld – fragt sich, welch Ziele die „DB“ verfolgt.

Containerbahnhof

Freibad in Gadderbaum

Mungo Jerry & Krawalli

Wer kennt ihn nicht? MUNGO JERRY Die Mungo Jerry Debut-Scheibe „In The Summertime“ war die erste herausgegebene Maxi-Single der Welt überhaupt und erzielte nie gekannte Verkaufserfolge. Dieser Hit wurde weltweit die Nr. 1 und hat sich bis heute mehr als 30 Millionen mal verkauft. Dieser Musiker rockte vor einigen Monaten in Bielefeld auf einer Benefiz-Party in der Neuen Schmiede zugunsten des Gadderbaumer Freibades! Die große Freibad-Benefiz-Party war ein Riesenerfolg und bescherte dem Verein Freundeskreis Pro Bad Gadderbaum e.V. ca. 3.800 Euro.

„Für die nächste Saison (und alle weiteren) besteht die BBF darauf, dass sie nur noch 25.000 Euro zuschießen wird. Es sieht so aus, dass die BBF die Kalkulation des Vereins zumindest für die Saison 2007 akzeptieren wird und wir so im Mai das Bad wieder öffnen können! Vorausgesetzt wie immer, dass keine großen Reparaturen nötig werden.“ (Quelle: www.freibad-gadderbaum.de)

P.S.: Bei den Temperaturen von heute mußte man ja ans Freibad und nicht etwa an den Weihnachtsmarkt denken! 🙂

Elefantinos Detmolder Straßenfahrt

Gefühlte 2 Kilometer radelte er gemächlich auf der Detmolder Straße dahin, die linke Spur war ebenso voll wie meine. An Vorbeikommen war nicht zu denken. Seine geschätzten 170 Kilo auf dem arschengen Sattel wurden erst richtig langsam, als Land – und Arbeitsgericht mit ihren spitzen Giebeln in Sichtweite kamen. Beim Arbeitsgericht scherte Elefantino urplötzlich rechts aus. Vorbei. Wie soll das erst werden, wenn die Detmolder ab 2007 aus – und umgebaut wird?

Elefantino

Die perfekte Welle

Sehr gut angenommen wird mittlerweile das neue Wellehaus, das auf dem Parkplatz „Am Bach“ auf 2000 Quadratmetern kulturhistorisch altem Boden entstandt. Ein bunter Mix von Kommunikationsfachleuten bis hin zu Anwälten bevölkert die hellen Büros, während die Ladenflächen mit interessanten Anbietern – vom Apfel“ bis zum Badausstatter – belegt sind. Altstadtnah läßt sichs gut in den hellen Parkebenen „im Bauch“ des großen Hauses parken.

Wellehaus

Hier geht der Blick Richtung Wellehaus (rechts)

13 Verkehrstote zuviel

Bis 15. November zählte Bielefeld auf seinen Straßen bereits 13 Verkehrstote, so die Zwischenbilanz des Bürgerbüros Verkehrssicherheit. Im ganzen Jahr 2005 starben 16 Menschen hier. In der dunklen und regennassen Jahreszeit könnte es also durchaus noch zu einer traurigen Steigerung kommen. Leute, fahrt langsamer und vorsichtiger. Vor allem das viele Laub ist extrem rutschig.

Laub

Weihnachtsplätzchensucht

Googelt man auf cojito nach Bielefelder Café´s, werden nur ganze drei angezeigt: Café Berlin, Kaffeekunst Ratscafé und Miner´s Coffee. Und wo bleiben die anderen, wo es die wunderbaren Weihnachtsplätzchen gibt, denen man jetzt schon – 1 Woche vor dem 1. Advent – nicht widerstehen kann? Stimmts, Herr Knigge, Herr Kraume und all Ihr anderen, die Ihr Bielefeld eine gute Caféhaustradition erhaltet?

Besser ist aber dran, wer bereits daheim eine Kiste voll davon angebrochen hat.

Weinachtsplätzchen

Bielefelder Kabarettpreis

Puddingdenker

Die Kabarettgemeinschaft Bielefeld e.V. hat den Bielefelder Kabarettpreis 1998 erstmals verliehen. Der Wettbewerb findet jedes Jahr Ende Februar auf der Kleinkunstbühne im Zweischlingen statt.

Als einziger Kabarettpreis in Deutschland wird der Bielefelder Kabarettpreis ausschließlich für junge Nachwuchskünstler der Sparten Kabarett und Artverwandtes ausgeschrieben (politisch-satirisches, literarisches, musikalisches Kabarett, Stand-up-Comedy), die noch nicht mehr als ein Programm produziert haben. Die Künstlerinnen dürfen nicht älter als 30 Jahre alt sein.

Die Ausschreibungsfrist endet jährlich am 15.12.2006!

Der 10. Bielefelder Kabarettpreis 2007 findet statt am 23. und 24.2.2007 .

In 2007 gibt es eine Jubiläums-Sonderveranstaltung: “10 Jahre Bielefelder Kabarettpreis” Gala mit allen 10 Siegern aus 10 Jahren in der Oetkerhalle Bielefeld: Do. 26.4.2007

Dafür sollte man sich schon jetzt Karten reservieren! Oder als Weihnachtsgeschenk???

Quelle: www.kabarett-bielefeld.de

Axel im Zitronenladen

Gleich ein paar Hundertschaften Bielefelder C-Vips stürzten sich gestern Abend nach Axelchens Mondfahrt auf das Büffet im Halleschen Gerry-Weber-Stadion. Schon nach 6 Runden war die Rückkehr des Faustkämpfers beendet. In einem Desaster, das man „Technischen Ko.“ nennt. Axel, bevor Du das nächstemal mit Zitronen handelst, laß Dir wenigstens den Kopf schützen.

Schulz

Chancenlos beim Chelsea-Bezwinger

Arminia Bielefeld verliert im Bremer Weserstadion nach eher durchwachsener Leistung mit 0:3. Nationalspieler Klose schoß 2 Tore und war stets gefährlich im Bielefelder Strafraum. Bremen ist jetzt wieder vorne bei der Musik dabei, während Bielefelds Abstand auf die ersten fünf der Tabelle auf 4 Punkte angewachsen ist. Also Jungs, Zuhause punkten!