Archiv für den Monat: Oktober 2006

Auftritt Ziegler

Arminia Bielefelds Torwart Nr. 1, Mathias Hain ist wahrlich ein Stehaufmännchen. Jetzt aber, vor dem Spiel am Sonntag beim 1. FC Nürnberg, hat es ihn wohl mit einem Muskelfaserriss im Oberschenkel aus dem Tor geschmissen. Folglich dürfte der 30-jährige Marc Ziegler das Tor der Bielefelder hüten. Ziegler ist kein Anföänger, seit elf Jahren in der Bundesliga und hatte lediglich das Pech, in Mathias Hain eine wahrlich unverwüstbare und fitte Nr. 1 vor sich zu haben. Viel Glück in Nürnberg, MZ! Das Runde darf nur nicht ins Eckige.

Überregionale Vermarktung Bielefelds

2007 soll ein ganz besonderes Jahr für die überregionale Bedeutung des Standortes Bielefeld werden. In einer „konzertierten Aktion“ wollen die Privatwirtschaft, die städtische Wirtschaftsförderung, Bielefeld Marketing sowie die Hochschulen die Stadt als zukunftsorientierten Wirtschaftsstandort positionieren. Dafür stehe -so die Stadtverwaltung Bielefeld – ein sechstelliger Betrag zur Verfügung, der von der Wirtschaft verdoppelt werden soll. Angepackt werden sollen alle Themen, die den Standort ausmachen und stärken.
Hoffen wir mal, daß sich eine solche überregionale Kampagne nicht in schwimmende Oetker-Puddingen oder dem dekorativen Vorzeigen der grünen Höhen rings um Bielefeld erschöpft.

Die sicherste Großstadt

Bielefeld ist nach einer aktuellen Statistik des Bundeskriminalamtes vor Wuppertal sicherste deutsche Großstadt über 200.000 Einwohner. Schön. Die Bielefelder Polizei glaubt, daß es an ihrer guten Arbeit liegt. Böse Zungen behaupten aber, daß die abends früh eingeklappten Bürgersteige potentiellen Ganoven die Arbeit zu sehr erschweren.

Bielefelderin erhält Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis

Die Bielefelderin Que Du Luu wird für Ihren Bielefelder Roman TOTALSCHADEN, erschienen dieses Jahr bei Reclam, mit dem Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis der Robert-Bosch-Stiftung ausgezeichnet. Die Stiftung ehrt mit dem Preis jährlich herausragende literarische Leistungen deutsch schreibender Autorinnen und Autoren, deren Muttersprache nicht die deutsche ist. Der Preis wird am 27. Februar in München verliehen und ist mit 7000 Euro dotiert.
In TOTALSCHADEN, so begründet die Robert-Bosch-Stiftung die Entscheidung der Jury, „erzählt sie rasant und bisweilen grotesk die witzige Geschichte eines menschenscheuen Jungen, der seinen Vater verliert, als seine Mutter Einstein auf der Straße sieht und daraufhin dem Gatten ins Lenkrad greift. Sie beweist mit diesem Roman ihre erzähltechnische Brillanz, und ihre außerwöhnliche Begabung für gute Dialoge.“
Hauptpreisträgerin ist Madgalena Sadlon, Wien, der zweite Förderpreis geht an Luo Lingyuan, Berlin.

Verena und Jean-Marc

.. heiraten heute in der Theeser Heide, einem Teil von Bielefeld. Das muß doch mal festgehalten werden angesichts der heutigen Scheidungsraten. Leider wissen wir nicht genau, wo. Sonst könnten wir ein Stückchen Sahnetorte von Café Kraume vorbeibringen und ein Käffchen trinken.

Neues Puma-Gras auf Arminen-Geläuf

Wenn man die Friedrich-Hagemann-Straße in Bielefeld hochfährt, liegt linkerhand das Trainingsgelände des Fußball-Bundesligisten Arminia Bielefeld. Ein Kiebitzblick heut morgen durch den Zaun überzeugt: Arminia hat jetzt eins der chicsten, grünsten, glattesten Fußballtrainingsgelände. „Puma“ Zuma überzeugt das neue Geläuf so sehr, daß er auf das Länderspiel Südafrikas am Sonntag verzichtet und sein Aufbaufitnesstraining weiter hier durchzieht. Auf der Arminia Website liest man übrigens von über 4.000 Besuchern bei der Einweihung am 3. Oktober.

15 Minuten für einssiebzig

Autowanderer, kommst du nach Bielefeld und parkst im Parkhaus Ritterstraße nahe der Altstadt, halte viel Geld bereit. Eingeparkt, schnell ein leeres Blech vom freitäglichen Zwiebelkuchen zu Feinkost König zurückgebracht: 15 Minuten. Einssiebzig. Das hätte im Feinkosthaus glatt schon ein Löffelchen Kaviar für schnell auf die Zunge gegeben.

Extratour am 8. Oktober

Wer Bielefeld mal von anderen Seiten her kennenlernen will, nimmt am Sonntag, 8. Oktober die „Extra-Tour“ wahr. Aus der Sicht des Gastes erleben Sie per Taxi, in Stadtbus oder – bahn, mit dem Rad oder auf Schusters Rappen Bielefelder Hotels, das renovierte Stadttheater, „Königs Kafferösterei“ jeweils um 11 Uhr, 14 Uhr oder 17 Uhr. Für BielefelderInnen ist das Ganze kostenlos.

Der 3. Oktober 2006

Mehr Baustellen denn je am Teuto. Jöllenbeck schläft heut länger. Die Bielefelder Bäcker haben auch heute Brötchen. Da ärgert es schon, lesen zu müssen, daß so ein hoher Prozentsatz in Ostdeutschland auch 16 Jahre nach der Wiedervereinigung „total unzufrieden“ ist. Freunde, da, wo der Schreiber dieser Zeilen vor 16 Jahren sich fast Achsenbrüche geholt hätte, habt ihr wunderbare Rollbahnen. Da, wo Mauer und Stacheldraht waren, sind heute Biotope. Ihr könnt reisen, wohin ihr wollt. Ihr könnt kaufen, was ihr wollt. Dresden ist dank Verkauf stadteigener Wohnungen schuldenfrei und legt die aus dem Westen kommende Solidaritätszwangsabgabe aufs Festgeldkonto auf den Ceymans. Eure Jugendlichen laufen weg oder wählen braun? Ja, bitte, aber dafür können wir hier wirklich nichts.

PR-Chef mit Polizeischild

Peters heißt der Chef einer Bielefelder PR-Agentur. Das ist an sich nichts Bloggenswertes. Aber Peters scheint ein besonder cleveres Kerlchen in Sachen Urheberrecht zu sein, hat er doch nach einem Bericht der Tageszeitung „Neue Westfälische“ ein Schild mit der Aufschrift „Polizei“ an den Parkplatz direkt unter seinem Bürofenster gepappt. Toll. Und nun sagt die Polizei, da könne man nichts machen, der Begriff „Polizei“ sei urheberrechtlich nicht schützbar.

Was sagt uns das? Ab heute, dem Erscheinungstag der Zeitung, ist Herrn Peters Parkplatz an der Elsa-Brandström-Straße gegenüber der IHK Freiwild. Denn wo „Polizei“ dransteht, steht gar nicht „Polizei“ drauf. Sondern der clevere Herr Peters. Nicht unbedingt sehr clever.