Archiv für den Monat: September 2006

Finanzamt fordert von städtischer Tochterfirma 9,5 Mio.

Wo wir heute schon bei den Possen aus der Provinz sind: Das Finanzamt (Konzernprüfung Münster) fordert von der Tochterfirma Beteiligungs – und Vermögensverwaltung GmbH (BBVG) der Stadt Bielefeld 9,5 Mio. Körperschaftssteuer plus 6% Prozent Zinsen. Im Ramen eines steuersparenden Verfahrens ist die Bewertung der Übertragung des Vermögens der Stadtbahn zwischen Stadt und Finanzamt strittig.

Obwohl es eine steuerliche Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamtes gibt, meinen die Prüfer, im Recht zu sein. Allerdings: Wer das Finanzamt kennt, weiß, wie oft die Damen und Herren mit den Ärmelschonern irren.

Die Stadt will notfalls bis zum Bundesfinanzamt klagen.

Bielefelder Kunsthallenkrach

Da hat der Kellein, Thomas -Chef der Bielefelder Kunsthalle -dem Bernd Schäfer – Betreiber des gut laufenden Kunsthallencafés – fristlos gekündigt. Befragt, sagte er, es gäbe keine Reibereien oder sowas. Aber „eine fristloseKündigung in einer öffentlichen Einrichtung wird erst bei triftigem Grund ausgesprochen“. Welcher das ist, erfährt die Öffentlichkeit – die, für die die Einrichtung sein soll, wohlgemerkt – nicht. Auch der Aufsichtrat ist wohl weder an der Kündigung beteiligt, noch weiß er von was. Schäfer will seinen Vertrag bis 2009 erfüllen und sogar darüber hinaus. Heute, Freitagabend, gibts bei ihm einen Sektempfang für Stammgäste ab 19 Uhr.

Rudolf August Oetker, der die Kunsthalle einst stiftete, hat sich noch nicht geäußert.

Die Monumentalversion von Rodins „Denker“ (Kopie des Originals im Museé Rodin/Paris) sitzt derweil vor der Kunsthalle und denkt über den kleinprovinziellen Bielefelder Streit nach. Irgendwie paßt das mal wieder ins Bild der liebenswürdigen Baustelle am Teutoburger Wald. Wobei Baustelle durchaus nicht nur verkehrs-technisch gemeint sein soll.