Archiv für den Monat: August 2006

Einmal wie ein Weltmeister fahren

Wer erinnert sich nicht an Sönke Wortmanns „Held von Bern“? Jenen Film über die deutschen Fußballweltmeister von 1954. Der Zug, der 1954 die Helden von Bern nach und durch Deutschland zurückholte, fährt am Samstag, 2. September, ab Halle/Westf. mit Zwischenaufenthalt Hauptbahnhof Bielefeld über Herford nach Berlin. Noch gibts Karten. Zu bestellen im Bahnzentrum oder telefonisch unter 0179 3542791. Veranstalter ist die „Aktionsgemeinschaft Haller Willem“.

Spitze im Nahverkehr

MoBiel ist der Verkehrsbetrieb der Stadtwerke und absolute Spitze in Deutschland. Das jedenfalls ist das Ergebnis einer bundesweiten ÖPNV-Befragung (Kundenbarometer) durch TNS Infratest. 32 Verkehrsunternehmen – verbünde wurden befragt. Mit der Note 2,6 landete Bielefeld ganz vorne. Nun bin ich gespannt, wie der Meinung der Bielelefelder Beförderten wirklich ist, falls sie das hier kommentieren.

Gegendemonstration

Wenn am 16. September die NPD durch Bielefeld marschiert (warum muß man überhaupt marschieren?), wird es eine Gegendemonstration vor dem Landgericht am Niederwall geben. Aufgerufen haben die Stadt Bielefeld, der Deutsche Gewerkschaftsbund und der Kirchenkreis Bielefeld. Beginn 10 Uhr. Um 11 Uhr soll es eine Kundgebung auf dem Jahnplatz geben.

Össelig

Össelig, den Begriff kann keiner kennen, der nicht in Ostwestfalen lebt. Össelig? Das ist zum Beispiel die Abfahrt vom Ostwestfalendamm, der Bielefelder Stadtautobahn. Össelig ist sie: Verschmutzt, dreckig, aus jeden dritten Autofenster fliegen die Flaschen, Papiere, Kippen. Müßte nicht sein. Aber Deutschlands rollende Ferkelkippen scheinen nicht an Tankstellen und Waschanlagen entsorgt zu werden, sondern öffentlich. Gäbs da mal ab und zu Bußgelder hätte ich nichts dagegen. Stattdessen werden die Laserpistolen an Stellen auf die Autofahrer gerichtet, wo man satter abkassieren kann. Oder man zieht Knöllchen am Johannisberg während einer Zirkusveranstaltung. das würde ich ebenfalls als össelig bezeichnen: unanständig.

Und wieder eine Arminen-Klatsche

Während der Regen unablässig auf das grüne Ostwestfalen prasselt, kommt keine frohe Kunde aus Mönchengladbach: Niederlage wie immer in den letzten Jahren. Diesmal 0:1. So ganz langsam sollte man sich auf der Alm mal schnell Gedanken machen, woran´s liegt. Immerhin steht Nürnberg auf Platz 1 und trotzt den Bayern, die im Spetember hier auflaufen. Ob´s am derzeitigen Trainerscheinmachen von Thomas von Heesen liegt?

Autowanderer, kommst Du nach Bielefeld

…und geräts an die Ecke Herforder -, Friedrich-Ebert-Straße, denke ob der verbretterten Eingangsportale nicht, die ehemalige Hauptpost sei Opfer eines Brandanschlages geworden. Nein, das ist seit zwei Jahren so gewollt, damit Penner nicht in den Eingängen des Weserrenaissance-Baues schlafen. Sieht irgendwie aus wie gewollt und nicht gekonnt, ist aber eines der vielen Beispiele ziemlich untätiger Stadtentwicklung in Bielefeld. Eine schlafmützige Stadtführung ist nicht in der Lage, dem Münchner HFS-Fonds, der Hauptpost, Telekom-Hochhaus und Amerika-Haus gekauft hatte, die Grenzen des Nichtstuns aufzuzeigen. So gammelt das nun alles vor sich hin, während die Diskussion um den chinesisch-graniternen Bodenbelag in der Altstadt monatelang wogte. Desinteresse an einem Stück Innenstadt? Desinteresse an der Denkmalgeschützten Hauptpost? In anderen Städten hätte man daraus längst eine schmucke Markthalle gemacht. Die freundliche Schlafwagenstadt am Teuto schafft sowas nicht.

Rad auf Felge überholt Auto

Da staunte gestern eine 22 jährige Bielefelderin nicht schlecht, als sie auf der Universitätsstraße Richtung Uni vom Hinterreifen ihres eigenen Renault Clio überholt wurde. Mit Glück und nach einer Vollbremsung stand das Auto. Schaden 1000 Euro. Die Polizei vermutet, das die Radmuttern von Unbekannten gelöst wurden. Wie heißt das noch? „Immer da, immer nah“, jener provinziale Schutzengel.

Der Marschweg der Rechten

Am 16. September werden die Neonazis also auch durch Bielefeld marschieren. Vom Hauptbahnhof zum Arbeitsamt und zurück. Das teilte jetzt die Polizei mit. Der geplante Weg durch die Innenstadt wurde aus Sicherheitsgründen ab. An diesem Tag, dem selbst von ihnen „Großkampftag OWL“ genannten, wollen sie außerdem in Minden und Gütersloh marschieren. „Freuen“ wir uns also auf programmierte Randale.

Neue Heimat für Fiat in Bielefeld

5Monate lang gab es keinen Fiat-Betrieb in Bielefeld, nachdem der Betrieb an der Detmolder Straße Insolvenz anmelden mußte. Ab 1. September übernimmt der Ford-Händler Erdmann & Domke an der Herforder Straße auch die Vertretung des italienischen Fabrikates. Zehn neue Mitarbeiter werden eingestellt und das Betriebsgebäude kräftig erweitert. Mutige Investionen eines Mittelständlers.

Bielefelder sehr kinofreudig

Durchschnittlich 3,2 mal jährlich geht ein Bielfelder/in in eines der heimischen Lichtspielhäuser. Das ergab eine Untersuchung der Filmförderungsanstalt in Städten über 200.000 Einwohner. Bielefeld liegt damit auf dem achten Platz gleichauf mit Bonn noch vor Hannover und Bochum. Spitzenreiter ist Freiburg. Wäre der Schreiber dieser Zeilen nicht solch ein bekennender Kinomuffel, wäre sicher noch ein Platz weiter oben drin.

9 Stuttgarter schlagen 11 Arminen

Was soll man dazu noch schreiben: knapp 22.000 erleben Sonntagabend die Heimklatsche von 11 Arminen gegen nur 9 Stuttgarter. 2 Schwaben waren vom Platz gestellt worden. 3:2 für Stuttgart und Arminia wieder da, wo man sie (leider) erwartet: In der Tiefe der Tabelle mit einem mageren Pünktchen.Das Tor Nummer 3 resultierte aus einem krassen Fehler von Keeper Hain, der zu weit vorm Tor stand. Irgendwie unbegreiflich, wie die Bielefelder sich selbst beste Möglichkeiten vermasseln. Die Überlegung, demnächst Karten für die Schüco-Arena zu kaufen, wird noch mal überdacht…..
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Stehplätze zur Bayern-Klatsche

Es tut sich was auf der Alm, genannt Schüco-Arena. Die Südkurve des Bundesligastadions soll ab der nächsten Woche zur reinen Stehplatztribüne „The Teuto-Wall“ umgebaut werden. Wenn die Arminen dann gegen ihre Lieblings-kurve anrennen, wird Oliver Kahn wohl warm um den Magen werden. Das Spiel gegen Bayern ist am 16. September 2006. Wie wärs mit einer Klatsche für den deutschen Rekordmeister mit „Teuto-Wall“feeling?

Neues Haus und 1000 Stellen weg

Seltsamer Verein, diese Bielefelder Marktkauf-Gruppe. Da stellt man sich an der Artur-Ladebeck-Straße einen neuen Marktkauf für X Millionen hin und der Arbeitsdirektor spricht vom Abbau von „1000 Vollzeitstellen“, vor allem in Bielefeld. Äußerst typische Reaktion des Managements, wenn Experimente, wie ein Warenhaus in Moskau oder üppig bezahlte Bielefelder Werbeagenturen und deren Pörschchen nicht mehr finanzierbar werden. Die Dummen sind die Mitarbeiter. Nicht die Manager. Wie immer. Da bleibt die Vorfreude auf das neue Warenhaus der gelbgrünen Gruppe sicher im Halse stecken. Wer schon einmal durch die gigantischen Hallen eines Marktkaufes irrte und Beratungshilfe suchte, hat schlechte Karten. Die Personalausstattung ist heute schon ziemlich dünn. Die Motivation der Mitarbeiter ebenfalls. Siehe oben.

Callcenter für Stadtverwaltung

Bisher rief man auf dem jeweiligen Bielefelder Amt bei der Stadtverwaltung an. In Kürze soll jedes Gespräch in einem Callcenter auflaufen, wo 26 „besonders geschulte“ Mitarbeiter sich um des Bürgers Begehren kümmern sollen. Wer Erfahrungen mit Callcentern hat, steht dem erst einmal skeptisch gegenüber. „Guten Tag, mein Name ist Hase, ja Hase, noch weiß ich von Nichts“….. Ob diese neueste Verwaltungsidee wirklich etwas bringt? Unbd was spricht dagegen, wie bisher direkt in jedem Amt anzurufen?

„Totalschaden“ aus Bielefeld

Que Du Luu heißt die 33 jährige Bielefelderin, deren erstes Buch „Totalschaden“ jetzt bei Reclam in Leipzig erschien en ist. Darin beschreibt sie die Geschichte des Bielefelder Jurastudenten Patrick. Vor allem Albert Einstein kommt in dem Buch plakativ und oft vor. Warum? Lesen Sie selbst.

Glück für Arminia

Beinahe wäre der Bundesligaauftritt der Arminen am Samstag im wahrsten Sinne des Wortes in die Hose gegangen. Gab es doch bei einigen Managern und Spielern Anzeichen einer Fischvergiftung vom freitäglichen Abendessen im Mannschaftshotel. Zum Glück hatten die meisten aber etwas Anderes gegessen. Also Arminen, demnächst Freitag vorm Spiel kein Fisch mehr. Wie wärs mit Spätzle und Roschbraten vorm Spiel gehen Stattgart am kommenden Sonntag?

Günter Garbrecht will Spargel stechen

Nehmen wir ihn nächstes Jahr beim Wort, den Bielefelder SPD-Landtagsabgeordneten Günter Garbrecht. Der 56 jährige will 2007 in der Spargelsaison mit auf die Felder und stechen. Mal sehen, was Spargelbauern wie der „Brackweder Hof“ oder „Winkelmann“ zu ihrem neuen Erntehelfer sagen….. Solange die Diskussion um Erntehelfer, Arbeitslose, und die unseelige Agentur für Nichtarbeit geführt wird, kann Deutschland ja keine anderen Sorgen haben, oder?

Schweinemarkt in Brackwede

Immer gut voll ist der Schweinemarkt im Bielefelder Stadtteil Brackwede. Vom 25. bis 28. August ist wieder soweit. Höhepunkt ist die Ferkelverlosung, die aber ohne ihren obligatorischen Standort, das Kettenkarussel, auskommen muß. Der Betreiber hat wohl aufgegeben. Brackweder an Ketten, das war einmal.

Tolle Stullen winken

Kerstin Hoffarth, Bielefelder Studentin der Gesundheitswissenschaften an der hiesigen Universität hat sich ein großes Ziel gesetzt: „Gesunde Schulbrote“. Auf ihrer Website www.gesunde-schulbrote.de zeigt sie Alternativen auf zum Süßkram und schlechten Eßgewohnheiten der jungen Generation. Da jedes fünfte Kind in Deutschland Übergewicht hat, kein schlechter Ansatz. Kerstin Hoffahrt sucht weitere Jungs und Mädels, die an dem Projekt teilnehmen wollen.

Bielefelder „Flash Art“ befeuert Asienspiele

Ab 15. Dezember 2006 laufen in Katar die 15. Asienspiele, eine der größten Sportveranstaltungen der Welt. Die Bielefelder Spezialfirma für Feuerwerke weltweit „Flas Art“ wird die Eröffungsfeier pyrotechnisch unterstützen. Der Supergag, eine Art Kometeneinschlag im Stadion, wurde Freitagabend im Hillegossener Stadion geübt. Es klappte perfekt. „Flash Art“ ist weltweit bekannt für Außergewöhnlichkeiten rund ums Feuerwerk.

30.000 von Dammi

Die großzügigste Spende, die je ein Armine für einen guten Zweck gespendet hat, kam jetzt von Altprofi Detlev Dammeier. 30.000 Euro erbrachte kürzlich sein Abschiedsspiel in der Schüco-Arena und die gingen jetzt vollständig an die Kinderklinik Bethel. Das ist wirklich großen Applaus wert.

Wer die Blauen mal ganz nah sehen will, findet sich am Samstag, 5. August in der Schüco-Arena ein. Ab 12 Uhr öffnen sich die Stadiontore und um 17 Uhr gehts gegen den holländischen Club FC Utrecht. Eintritt: Erwachsene 10 Euro, Kinder vis 14 Jahre frei. Auf einer Sponsorenmesse stellen sich die Partner des DSC Arminia Bielefeld vor.

Goldbeck IHK-Präsidentenkandidat

Einer der bekanntesten Unternehmer Bielefelds, der Bauunternehmer Ortwin Goldbeck, wurde jetzt vom Präsidium der Industrie- und Handelskammer Bielefeld als neuer IHK-Präsident vorgeschlagen. Der dem vor allem mit Industrie- und Gewerbebauten erfolgreichen gleichnamigen Unternehmen vorstehende 67-jährige Diplom-Ingenieur könnte der etwas betulich wirkenden Kammer frischen Wind bringen. Am 18. September 2006 ist Vollversammlung mit der entscheidenden Wahl.

„dpa“ eröffnet

Da, wo einst Bielefelds Tageszeitung „Freie Presse“ von Emil Groß redaktionell betreut und gedruckt wurde, ist gestern das „dpa“ eröffnet worden. Im ehemaligen Pressehaus an der Arndtstraße entstand eine gelungene Mischung Bar, Restaurant, Lounge und Kaminecke. Wer die ehemaligen eindrucksvollen Räume von Radio Waldecker direkt unter der Bielefelder SPD-Zentrale noch kannte, kann sich diese Ergänzung der Bielefelder Innenstadtgastronomie nahe der Bahnhofstraße gut als neue Anlaufstelle vorstellen. das „dpa“ ist jetzt der dritte Betrieb von Gastronom Andreas Stahlberg in Bielefeld.

Feueralarm in der Uni

Heute Nacht kam es in der Uni Bielefeld zu einem Brand. Von Unbekannten wurde eine Papiertonne in Brand gesteckt. Dadurch entstand eine erhebliche Rauchentwicklung. Es entstand ein Sachschadden von 1000 Euro.

Quelle. polizeipresse.de