Archiv für den Monat: Juni 2006

Überall Leinarts

Was in Hamburg glaube ich bunte Kühe sind, sind die Leinarts im Bielefelder Stadtbilds. Bunte Nachbildungen des Bielefelder Wahrzeichens „Leineweber“- Symbol der alten Leinenstadt am Teuto. 90 dieser unterschiedlich gestalteten Figuren bevölkern jetzt die Altstadt. Manche erinnern an ihre Auftraggeber, andere sind einfach nur phantasievoll bemalt, wie zum Beispiel der Leineweber der Deutschen Bank, die kleine Patienten des evangelischen Kinderzentrums in Bethel damit beauftragte. Diese Figur besticht mit großer Oberweite und Schmetterlingsfügeln. Leineweber weiblich? Na, warum nicht.

Supermärkte und andere Tempel des Konsums

Während uns der REWE in Bielefeld weiterhin internationales Niveau bei den Öffnungszeiten bietet (täglich 7 bis 22 Uhr, sonntags 14 bis 18 Uhr) , teilt uns der PLUS via Reklamebeilage mit, dass man dort jetzt sogar Prosecco in der Dose (!) für -,99 Cent käuflich erwerben kann. Erlösung für alle, denen ein ehrliches Dosenbier zu prollig ist.

Und am morgigen Samstag kann man in der Fußgängerzone bis Mitternacht einkaufen! (Bei Renken in der Obernstraße gibts ab 22°° Uhr auf alle Sonnenbrillen [!] 30% Rabatt!).

Wenn das kein Anlass für ungezügelten Konsum ist …

Stadttheater weißgrau

Die Gerüste sind gefallen. Da ist sie nun, die neue Fassade des renovierten Stadttheaters neben dem Rathaus. Nicht mehr schmutzigsandsteinigdunkel sondern strahlend weißgrau. Wie von Meister Propper persönlich. Die Meinungen darüber gehen wie immer weit auseinander. Den einen ists zu wenig an das Rathaus angeglichen, die anderen finden es gut. textexter meint: Wenn es innen so gut geworden ist wie außen – freut Euch einfach. September geht der Vorhang hoch.

Unglaublich!

Es ist wirklich wahr: Das altbekannte Gerücht „Bielefeld gibt es gar nicht“ wird von höchster Stelle bestätigt: Auf der Webseite der EU findet man die Landkarte von NRW mit Städten wie Detmold und Münster. Aber dort, wo Bielefeld sein müsste ist – NICHTS!
Gleich nachschauen!

http://europa.eu/abc/maps/regions/germany/nordrh_de.htm

Pudding rühren lohnt sich

Rekordumsatz meldet die Bielefelder Oetker-Gruppe. Im abgelaufenen Geschäftsfjahr stieg der Konzernumsatz um 9,3 Prozent auf 7,029 Milliarden Euro. Beim Ertrag wurde das ebenfalls schon gute Vorjahr übertroffen. Wachstumstreiber war vor allem die Schiffssparte, wo die zu Oetker gehörende „Hamburg Süd“ Linie der Motor für das Wachstum war.

Die paar Euro für eine anständige ofenfrische Großleinwand in Bielefeld wären also sicher nicht schwer gefallen…..

In der Altstadt rücken die Steine

Kommt einem irgendwie bekannt vor, was da grad wieder in der Bielefelder Altstadt abgeht: Bauwagen, Bauarbeiter, rückende Pflastersteine. Was wie ein Junischerz aussieht, ist Wirklichkeit. Die Bauarbeiter heben die erst kürzlich gelegten chinesischen Supergranitsteine aus den Fußgängerüberwegen Niedern -, Hagenbruch – und Ritterstraße und verlegen sie neu. Der angeblich starke PkW – und LkW – Verkehr hat sie gelockert. Was beweist, welch „gute“ Planung in den Ämtern mit den Ärmelschoner Tragenden geleistet wird. Es ist nicht erst seit heute eine Binsenweisheit, daß sich Fugen, die nicht fest genug gefugt werden, lockern………….

Boulharouz und Bielefeld

Was der holländische Sensenmann aus dem WM-Spiel Portugal gegen Holland mit Bielefeld zu tun hat? Viel. Wer ihn hier in der Schüco-Arena gegen Arminia hat spielen sehen, wurde unangenehm an jenes Spiel erinnert, als er zwei Bielefelder so grob foulte, daß sie vom Platz mußten. Der HSV gewann damals 2:1. Wohl jeder Arminen-Anhänger hat sich gestern Abend diebisch gefreut, als dem hirnlosen Balltreter die rote Karte gezeigt wurde. Schon früh im Spiel hatte er Portugals Jungstar Ronaldo die Stollen so in den Oberschenkel gerammt, daß er kurz darauf nicht mehr weiterspielen konnte. Wer stoppt so einen endlich mal für immer?

Marienfeld – nicht weit von hier freut sich. Haben sie doch die Portugiesen noch länger im Ort zu Gast.

Keine Großleinwand in Bielefeld

Alle Bemühungen des Fußballbundesligisten Arminia Bielefeld, eine Großleinwand für die Übertragungen von den Spielen der WM finanziert und gesponsert zu bekommen, sind gescheitert. Da bricht wieder mal die Provinzmentalität zugeknöpfter ostwestfälischer Firmentaschen durch. Mit diversen großen Handels-organisationen, Lebensmittelmogulen, Weltmarktführern bei Werkzeugmaschinen oder Staubsaugern gibt es hier zwar jede Menge potentielle Geldgeber, aber 50.000 Euro bringen sie nicht zusammen. Traurig. Anscheinend ist Bielefeld Deutschlands einzige Großstadt, wo so etwas nicht geht………….

Richtfest für 360 Grad

Gestern war Richtfest beim „360 Grad“ genannten ellipsenförmigen „Hoch“haus am Adenauerplatz. Die rund 4.000 qm Büroflächen sind fast komplett vermietet. An Rechtsanwälte, Immobilienmakler, Privatbankler, Steuerberater. Ein Schelm, wer behauptet, bestimmte Branchen würden nicht boomen und keine recht teuren Büroflächen mieten.

Im 175. Schützenjahr ohne König

Weils Zoff gab zwischen dem König und Schatzmeister der Bielefelder Schützengesellschaft und dem Vorsitzenden hat der König den Bettel hingeschmissen. Allgemein treten Majestäten ja eher selten zurück. Unter der Sparrenburg schon. Noch weiß man nicht, warum es geschah, weil die Beteiligten keine Stellungnahme abgaben.

Eine Stimme für Ioannis

Klicken Sie einfach mal die Website http://www.ioannis-masmanidis.de an und geben Sie dem Jungen von Arminia Bielefeld Ihre Stimme. Warum? Na, damit die Leute was von Bielefeld lesen und die Seite des Fußballspielers (wirklich gut gemacht) beim „Deutschen Multimedia Award 2006“ mit dem Siegespokal gekürt wird.

Boakye und Küntzel weg

Gleich zwei seiner launischen Sturmdiven gibt der DSC Arminia an andere Clubs ab: Boakye („…möchte mich in Wolfsburg weiterentwickeln“. Wir erinnern: Wolfsburg, der ganz knapp nicht abgestiegene Club eine Weiterentwicklung?)geht für 1,20 Mio. Ablöse nach Wolfsburg (viel Spaß mit einem sehr häufig verletzten Spieler) und Marco Küntzel hofft auf neue Energie bei Cottbus. Jetzt ist Platz für treffsicherere Stürmer.

Auszug aus der Puddinghalle

Wie die Zeit vergeht. Zwei Spielzeiten lang gab sich das Bielefelder Theater in der Oetkerhalle die Ehre, während das Theater am Niederwall saniert wurde. Mit einer Gala am vergangenen Samstag erwiesen die Barden der Halle mit der grandiosen Akustik ihre Referenz. Am 15. Septtember wird das alte neue Stadttheater eröffnet.

„Freundliche Baustelle am Teuto“

So wurde Bielefeld mal benamst. Kommt zur Zeit mal wieder besonders gut hin. Von der Großbaustelle des ellipsenförmigen „Hoch“hauses am Adenauerplatz über diverse große Straßen bis hin zum endlosen Schlaglochslalom vorbei an diversen „Geßlerhüten“ namens Radarfallen auf der Detmolder wird in Bielefeld überall aufgerissen, betoniert, zugeschüttet. Ob das der örtlichen Bauindustrie zugute kommt? Oder profitieren eher die Niedriglohn-Stukkateure von Breslau davon?

Abgekühlt

Die Fußball-WM wird zwar heißer und heißer, aber die Temperaturen in Ostwestfalen-Lippe sind doch beträchtlich auf unter 20 Grad gesunken. Hat auch seine Vorteile.

Kontrollen auf der A 2

Heute am Tag des abendlichen WM-Fußballspiels Deutschland – Polen in Dortmund sah man sie zu Dutzenden auf der A2: polnische Fußballfans. Abgefangen wurden viele von ihnen zu Kontrollzwecken von der Autobahnpolizei Bielefeld. Warum? Der Bielefelder Berg zwingt zum herunterschalten und flups hat man sie. Rechts raus und durchsucht. Von irgendwoher hieß es, man schicke sie zurück, wenn sie nicht wenigstens 30 euro in der tasche hätten. Hä? 30 euro bar? warum das? immerhin sind sie eu-bürger und haben oft hier verwandte und meist logischerweise auch eine ec-karte, um geld am automaten zu ziehen. deutsche wichtigtuerei? immerhin spielen im sturm der deutschen mit klose und podolski 2 in polen geborene. war da nichts was mit „zu gast bei freunden“?

mein tip: 2:1 für deutschland, weil es fritz-walter-wetter ist. (regen und matsch und der geist von – nein keine himbeeren – bern.

Kohl kommt

Für zwei Stunden kommt am morgigen Mittwoch der Altbundeskanzler Helmut Kohl nach Bielefeld. Auf Einladung von Kai „Geelie“ Diekmann, dem Herausgeber und Chefredakteur der BILD-Zeitung wird er rund zweihundert 11 – und 12-Klässlern der Bielefelder Marienschule zwei Stunden Geschichtsunterricht geben. Diekmann war in den 80er Jahren Marienschüler. Schade, daß man ihm nur rund 500 Worte beigebracht hat. Aber mehr brauchts ja auch nicht für die BILD-Zeitung und ihre Leser.

Fußball geht durch den Magen

Schon mal einen Elfmeter-Spieß auf den Grill gelegt und dabei Fußball geguckt? Die Bielefelder Fleischer sind unerschöpflich in ihren Wortschöpfungen und fleischig-gemüsigen Kreationen. Die Palette reicht vom Lattenkracher (Schweinebauch in Chili-Marinade), Goalgetters und andere Köstlichkeiten mit fußballerischem Textgenre. Unter dem Titel „Aufgrillen zur WM“ präsentierten die Meister des flotten Schnitts aus der Fleischer-Innung am Samstag auf dem Jahnplatz ihre Köstlichkeiten.

Aber wie sehr die Latte auch zwischen den Zähnen krachen mag, der Renner ist nach wie vor die gute alte Bratwurst. Den Senf dazu liefern die Spiele ja schon reichlich.

Eitel Sonne

… über der rechterhand liegenden Sparrenburg, wenn man Richtung Ostwestfalentunnel fährt. Blauer Himmel und ein leichter Wind, der die Temperatur nicht zu hoch steigen läßt. Man sieht relativ viele Autos mit Deutschlandfahnen auf dem Ostwestfalendamm, der Bielefeld zu einer der wenigen ziemlich staufreien Großstädte Deutschlands macht. Wer allerdings mal einen Tag mit einem Länder- oder WM-Spiel in den Niederlanden erlebt hat, der wird hier nur müde lächeln. Dann sieht Holland nur orange.

Spitzentennis in Halle

Vom 10. bis 18. Juni gibt es wieder Spitzentennis im Bielefeld benachbarten Halle. Die „Gerry Weber Open“ im Tennistempel von Halle bietet Spitzentennis von Spitzenspielern der Weltrangliste. Darunter Roger Federer, Tommy Haas und Nicolas Kiefer. Auch das Rahmenprogramm und die Gastronomie sind beachtlich.

Aber Achtung: das mit 22000 Einwohnern ebenso kleine wie beschauliche Halle ist im Ortskern ziemlich überfüllt. Deshalb werden eine Reihe von gut ausgeschilderten Parkplätzen ringsum per Shuttle bedient.

Kennen Sie FoeBuD?

Nein? Wäre aber nicht unwichtig. FoeBuD e.V. – mit ganzem Namen „Verein zur Förderung des öffentlichen bewegten und unbewegten Datenverkehrs e.V.“ – ist eine Vereinigung, die durch die Bezeichnung „Computerclub“ nur unzureichend charakterisiert wird. Hier treffen Menschen mit den unterschiedlichsten Interessen aufeinander. Der FoeBuD mit Sitz in Bielefeld richtet sich vor allem an Menschen vor dem Computer: Technikinteressierte sind hier ebenso vertreten wie Menschen, die sich in den Bereichen Politik, Umwelt oder Menschenrechte engagieren. Vor allem geht es um das immer brisanter werdende Thema „Datenschutz“, das durch die aktuelle Diskussion über die im Test befindlichen RFID-Etiketten an Waren oder Gegenständen zur Zeit sehr konträr diskutiert wird. Einfach mal auf die Seiten gucken und klug machen.

Polizeiaufkleber abgeknabbert

Nach familren Streitigkeiten wurde ein Mann festgenommen und zum Polizeiwagen gefhrt. Bereits schon in der Wohnung wehrte er sich heftig gegen die Festnahme. Er wurde gefesselt zum Funkwagen gefhrt. Auf der Motorhaube des Steifenwagens wurde er dann festgehaten, wo er pltzlich anfing den Polizeiaufkleber der Motorhaube abzuknabbern. Hiebei wurde auch den Lack des Wagens beschdigt. Der Mann kam in Polizeigewahrsam.

Quelle: polizeipresse

Was lange währt….

Endlich Licht am Ende am Ende der neuen Unterführung unter den Gleisen des Bielefelder Hauptbahnhofs. Der neue Tunnel ins Bahnhofsviertel ist geöffnet, die „unendliche Geschichte Hauptbahnhof“ so gut wie abgeschlossen. Zur Zeit werden letzte Arbeiten erledigt, die eigentlich schon zur Expo 2000 gemacht sein sollten. Beinahe 7 Jahre lang gab es für über 40.000 Zugreisende täglich nur Unannehmlichkeiten, Dreck, Umleitungen, Staub. Der Blick ist frei. Ab in die Zukunft.

Für einen Pfingstmontag

ist es auch hier in Ostwestfalen einfach zu kalt. Die Bielefelder Hummeln und Bienen ziehen es vor, in ihren Häuschen zu bleiben und auch draußen auf der Gasse ist nicht viel los. Ein warmer Tee von innen könnte frühsommerliche Wärme zaubern, wenn man die Vorhänge vor die Fenster zieht.

Carnival der Kulturen

Am 10. Juni steigt der 10. „Carnival der Kulturen“ in Bielefelds Innenstadt. Unter dem Motto „planet us“ gibt es einen bunten Mix aus karibisch-exotischen Tanzstilen, professioneller Maskenkunst und fabelhafter Kostümierung. Schön, wenn der ostwestfälische Himmel karibischblau erstrahlen würde.

Mit dem „Sechser“ kostenlos zu Arminia

Gute Nachricht: Ab der kommenden Fußballbundesliga-Saison können alle Inhaber einer Eintrittskarte zum Bundesliagspiel der Arminia Bielefeld in der Schüco-Arena im gesamten Bereich des 6ers kostenlos anreisen und abfahren. Der 6er ist euin Verkehrsverbund, der fast ganu Ostwestfalen uind die Osnabrücker Region umfasst. Die Arminia-Preiserhöhung von 1 Euro beim Stehplatz und 2 Euro beim Sitzplatz läßt sich damit wohl verkraften.

Wenn jetzt noch Trainer von Heesen und Sportgeschäftsführer Saftig ihr kleines mediales Beharken dreingeben, ließe sich leichter auf die neue Saison freuen.

Bielefelder Staubsauger begeistern weltweit

Einen neuen Produktionsrekord meldet das Bielefelder Miele-Werk für das am 30. Juni zuEnde gehende Geschäftsjähr. 10% mehr Staubsauger hätten das Werk verlassen. Auch bei den Spülmaschinen sei man über Plan geblieben, so die Werksleitung. Über 70% der von 1.750 Mitarbeitern in Bielefeld gefertigten Produkte gehen in den Export. Das chinesische Werk steuert weitere 700.000 Staubsauger bei. Wer weiß, daß es sich bei den Produkten des ostwestfälischen Herstellers um ebenso hochwertige wie an der oberen Preisskala angesiedelte Hausgeräte handelt, staunt ein wenig. Ein US-Amerikaner allerdings bekommt beim Namen Miele ebenso glänzende Augen wie bei einem Porsche.

See für Quelle?

Im Bielefelder Ortsteil Quelle (gehört zu Brackwede) könnte schneller ein See von 8 ha Größe entstehen als in der Senne. Ein Unternehmen aus Papenburg hat seine Pläne bereits weit konkretisiert und Antrag gestellt, unterhalb der B 68, nahe der Osnabrücker Straße Sand für den Bau der Autobahn A 33 abzugraben.

Die Bielefelder SPD-Ratsfraktion sieht nun eine „bedrohliche Situation“ für die Pläne des geplanten Sennesees. Warum eigentlich? Bielefeld könnte sogar 2 Seen vertragen. Es soll ja in keinem versinken.