Neonazi Schülersprecher?

Am Bielefelder Carl-Severing-Berufskolleg rauscht es gewaltig. Alexander Franke, gewählter Schülersprecher, soll ein bekannter Neonazi sein. Offenbart wurde das durch ein Flugblatt der Antifaschistischen Organisation Ostwestfalen. So weit, so ungut. Bleibt die Frage offen, warum die Mitschüler jemand wählen, der angeblich bei Aufmärschen der braunen Horden dabei ist und in der Szene agiert. Nicht hingehört? Nicht hingesehen? So jemand ist doch nicht im luftleeren Raujm aktiv und verbirgt in Diskussionen sicher nicht seine Ansichten und Standpunkte. Carl Severing war übrigens ein bekannter Sozialdemokrat, den die Nazis zeitweise inhaftiert hatten.

Ein Gedanke zu „Neonazi Schülersprecher?

  1. Mister X

    Bevor man solch einen Behauptung ins Netz stellt, muss man seriösere Quellen angeben, als die Hetzschrift einer linksradikalen Organisation.

    Angenommen der Schülersprecher sei wirklich rechtsradikal, dann gilt natürlich auch hier, dass das Wahlergebnis akzeptiert werden muss.
    Gesamtgesellschaftlich wundert es mich etwas. Es wird so viel über Neonazis im Unterricht gesprochen, woran man sie erkennt, was sie so gefährlich macht etc. etc. etc.
    Dass Schüler dann einen Rechtsradikalen zum Schülersprecher wählen, kann ich nicht verstehen. Vielleicht steckt ein (aus meiner Sicht völlig verfehlter) Protest gegen unsere linke Gesellschaft dahinter.

    Mehr als bedenklich kann diese Geschichte aber auch nicht sein, denn schließlich kann man nicht so tuen, als sei Schülersprecher an einem Berufskolleg das höchste Amt im Staat.

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