Steigt ARMinia heute ab?

Bielefeld ist mit 27,5 Millionen Euro verschuldet, kann die Gehälter nicht zahlen und bekommt keinen Kredit mehr. Nachdem die Mitgliederversammlung am 5. April einer Ausgliederung des Stadions in eine eigenständige Gesellschaft zugestimmt hat, werden diese Schulden auf 21,5 Millionen Euro reduziert. Ob die 35 betroffenen Profivereine die 1,2 Millionen Euro jemals von Bielefeld zurückerhalten werden, ist zu bezweifeln. Steuert Bielefeld in die Insolvenz, wäre die Millionenzahlung sofort verloren. Bekommt der Verein trotz seiner Schulden in Höhe von 21,5 Millionen vom DFB die Lizenz für die 3. Liga, ist er vorerst nicht zur Rückzahlung verpflichtet. In einem Zeitraum von fünf Jahren muss Bielefeld die 1,2 Millionen Euro plus fünf Prozent nur bei einem Wiederaufstieg in die 2. Liga zahlen. In diesem Fall mit dem Antrag auf Lizenzerteilung für die dem Aufstieg aus der 3. Liga folgende Saison.

Das Fußballfachblatt „Kicker“ beschäftigt sich mit dem „Fall Arminia Bielefeld“ und bescheinigt den Almisten, für „ein Reizklima“ zu sorgen. In der Tat. Nicht nur nüchtern betrachtet, ist das Possenspiel rund um das Stadion schon von der Art, mit der Grete Weiser damals die Massen begeisterte. Kurz nach dem heutigen Mittagsläuten kam noch keine Kunde aus Frankfurt vom DFB…

Aktuell hat der Ausschuss das Thema vertagt und weitere Unterlagen von ARMinia angefordert. Wie sagte Finanz-Schnitzl doch grad noch neulich? „Ist doch nur Formsache…“ Aber hallo!

Und warum mußten die heute mit dem B-Jugendtrainer von Ahlen einen neuen Trainer vorstellen? Verschweigen sie, die Lizenz für Liga 4 bereits zu haben und 3 gleich zu überspringen? Oder fangen sie im B-Jugendbereich neu an? Präses Brinkmann in kurzen Höschen und das Schnitzel mit 96er-Stutzen, das wär doch mal ein Gag: „Forever young“.

2 Gedanken zu „Steigt ARMinia heute ab?

  1. Happydigger

    Die lügen sich alle einen in die Tasche von wegen das Stadion sei 25 Millionen wert!
    Und so wird’s kommen:
    Die Stadt steigt in die Betreibergesellschaft ein, weil „ist ja ’ne Immobilie“, die Betreibergesellschaft wird Insolvenz anmelden und die Leute, die bei der Stadt dafür gesorgt haben dass auf das sinkende Schiff aufgesprungen wird werden wegen Veruntreuung vor einem Richter enden, der sie fragen wird: „Hätte man vorher nicht mal 10 Sekunden NACHDENKEN können?“

  2. mika

    Ich hatte es schon vor ein paar Beiträgen gesagt, nach der überschwänglichen Abstimmung zur Stadionausgliederung, kommt es knüppeldick. Und nach der Feierei am Sonntag wegen dem 3:3 gegen die zweitschlechteste Mannschaft der 2. Liga, wird das nächste Spiel mal wieder ein Desaster vor dem Herrn.

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