Schwätzer von der Hinterbank

Endlich kann man sich als farbloser CDU-Hinterbänkler mal wieder wichtig tun. Wer aussieht wie Herr Linnemann und Herr Tauber braucht eben auch hammerstarke Themen, um überhaupt mal eine Sekunde rufen zu können: „Hier sind wir, wir „Sozialexperten“. Jetzt sollen also nach dem Willen dieser beiden Geistesgrößen Hartz-IV-Bezieher in Pflegeheimen und Krankenstationen aushelfen. Eingebrockt hat das noch der größte Plagiator, den Deutschland je beherbergte mit seinem in den Konsequenzen unausgegorenen Hüftschuß „Aussetzung der Wehrpflicht“. Umkehrschluß: Sollte es Arbeitsplätze in Pflege und Krankenstationen geben, finden sich doch unter den fast 7 Millionen Hartz-IV-Empfängern und „Aufgestockten“ sicher genügend mit Fach- und Vorkenntnissen, denen man einen ganz normalen, ganz vernünftig bezahlten Job anbieten kann. Oder?

Muß man das gleich mit einem „Reichsarbeitsdienst“ tun, den das blasse Bürschen Linnemann wohl abgebrochen hätte? Autobahnen für den Führer bauen oder in ostpreußischen Mooren Torf stechen erfordern sicher mehr als die Konstituition eines schwätzenden Reichtags-Hinterbänklers.