Was die Welt nicht lesen soll

 

Hier der zensierte Kommentar zum unten stehenden Posting „Zur Diskussion über die Stadtblogs: Konzept und Qualitätsinhalte“ des Menschen, der sich hier „Independent Blogger“ nennt:

„Stadtblogs müssen offen bleiben! Allerdings darf man sie nicht ohne Aufsicht durch den Betreiber gänzlich sich selbst überlassen.
Der Betreiber darf aber auch nicht die Hausmacht einfach an externe „Moderatoren“ abgeben, denn sowas endete schon oft in persönlichen Querelen und Anmaßungen, Zensiererei und Streit, ergo vergiftete Stimmung.
Wenn die Stadtblogs laufen, dann müssen sie auch Veranstalter-Postings vertragen. Werbung für Firmen oder Produkte allerdings sollten rausgehalten/zeitnah gelöscht werden. SPAM-Einträge sowieso!

Was die „mangelnde Medienkompetenz“ angeht: Jeder hat mal irgenwo klein angefangen …

Frage: 7% von wievielen Menschen nutzen Weblogs?
Auch wenn die meisten nur lesen: Sie haben was davon, sonst täten sie es nicht.
Wollen wir diese Leute den sogenannten „Qualitätsinhalten“ kommerzieller Anbieter überlassen?
(Es zeigt sich immer öfter, dass zum Beispiel die Leser-Kommentare zu den Artikeln von faz.net, fr-online, sueddeutsche.de, spiegel-online usw. usw. wesentlich besser informieren als der Artikel selbst, ja die Artikel nicht selten als inkompetentes oder schlecht recherchiertes Hingeschreibsel demaskieren.)
Natürlich könnte man sagen: Jeder kann sich doch seinen eigenen Blog aufmachen! Klar. Jeder kann auch seinen eigenen Vorgarten pflegen. Was abgeht in der Stadt kriegt man da aber nicht mit. Kommunikative Leben findet auf den öffentlichen Plätzen statt.
Und wenn es auch nur um’s gucken geht … „

Dieser Kommentar wurde von dem Menschen, der sich hier „Independent Blogger“ nennt nicht veröffentlicht, sondern gelöscht, mit dieser nachgereichten Begründung:

„Bitte spielen Sie woanders den “Betriebsdirektor”. Es werden nur diejenigen Kommentare veröffentlicht, die allgemein anerkannten Richtlinien entsprechen. Vielleicht lesen Sie einmal die Richtlinien auf den Online-Portalen bekannter Medien? Es besteht grundsätzlich kein Anspruch auf Veröffentlichung. Kommentare von einzelnen Nutzern des Bielefeld-Blogs, die – wie Sie – dieses Internetangebot nur für ihre vermeintlichen “Späße” nutzen wollen, werden nicht veröffentlicht.

Independent Blogger“

Da hätte man schon gern mal gewusst, an welcher Stelle der Kommentar nicht den „allgemein anerkannten Richtlinien entsprechen“ sollte.

Offen ist auch, wo hier die Diskussion stattfindet.
Möge sich die geneigte Leserschaft selbst ein Bild machen (und eine Meinung bilden), auch über „vermeintliche ‚Späße'“.