Westfalen-Blatt über Bielefelds größte Lachnummer

Wieviele Notbremsen Arminia Bielefeld schon gezogen hat, überblickt niemand mehr. Als letzter Ausweg standen nun noch zwei zweifelhafte Premieren im Bereich des Lizenzfußballs zur Wahl: Entweder hätte der Verein die Insolvenz angemeldet oder er flüchtet sich unter den Rettungsschirm der Fußball-Liga. Es ist schon bizarr, dass das Schlusslicht bei seiner Entscheidung von seiner sportlichen Aussichtslosigkeit profitiert. Wäre der Klassenerhalt möglich gewesen, hätte Arminia nicht einfach die Punkte abschenken können, mit denen sie nun die Finanzspritze begleichen muss. Wenn der Klub überhaupt jemals gesunden sollte, so werden dafür viele, viele Jahre ins Land ziehen. Im Moment sieht es immerhin so aus, als könne es auf höchst bescheidenem Niveau in der dritten Liga weitergehen. Dennoch ist der Niedergang des DSC dramatisch, noch immer auch nicht umfassend aufgeklärt, wie es soweit kommen konnte und wer dafür gerade zu stehen hat. Auch das gehört zur Bielefelder Bitternis. Liebes Westfalen-Blatt, da habt Ihr Euch im Kommentar zur größten Lachnummer der Metropole noch gradezu höflich ausgedrückt. Man hätte auch schreiben können:

„Die Almstümper haben den letzten Strick vorm finalen Fall ergriffen“.

Wenn man bedenkt, dass dieser Club angeblich von „erlesenen, gestandenen, erfahrenen, weisen“ Menschen in allen wichtigen Positionen geführt wird, stellt sich die Frage: Wie machen die das in ihren Unternehmen und überall da, wo sie Verantwortung haben? Genauso?

2 Gedanken zu „Westfalen-Blatt über Bielefelds größte Lachnummer

  1. Reno Vegan

    „(…)noch immer auch nicht umfassend aufgeklärt, wie es soweit kommen konnte(…)“
    DAS sieht doch jeder zugereiste Blinde: Kleingeistigkeit, Horizont unterhalb der Grasnabe, provinzielle Kungelei, konsequenter Dilettantismus … kurz: Doofheit, die schon weh tut, wenn man nur zusieht! Und das alles ein Markenzeichen fürs Ostwestfalen und fürs Bielefeld …

    Macht den Laden endlich dicht!

  2. herostratos

    Immerhin: so steht die Arminia nach langer Zeit endlich mal wieder auf Platz 1, sind sie doch die ersten, die das freundliche Finanzangebot angenommen haben:-) Noch ein USP für die Superbaustelle am teutoburger Wald…

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