Geheimkungelei im Rathaus

Soso, die Shoppingcenter-Investorenhaben hatten darauf bestanden, dass ihre Konzepte geheim blieben. OB Pit begründet so, die von der Öffentlichkeit unberührte Entscheidungsfindung von Rat und Verwaltung, bezüglich der neuen Konsumtempel Arcade und City-Passage. Unglaublich, die Interessen einer Handvoll superreicher Finanzinvestoren steht also über dem berechtigten Interesse von 300.000 Bielefeldern.

Angesichts der Planungskatastrophen Amerikahaus und Multiplexkinos fragt sich der besorgte Bürger, wie der neueste Schildbürgerstreich seiner Stadtmütter und -väter diesmal konkret aussehen mag. Denn wenn das alles so sauber und astrein ist, was die Investoren planen, warum dann Geheimhaltung?

In Sachen Amerikahaus hat die Stadt sich dermassen über den Löffel barbieren lassen, dass sie dem Investor beispringen musste und letztendlich Stadtbibliothek und Stadtarchiv dort einquartierte. Ffür einen jährlich steigenden Mietzins, von anfänglich 1,5 Mio. Euro.

Nun steht aber die stadteigene Immobilie der alten Sparkasse zwischen Herforder- und Wilhelmstrasse leer. Also lädt man den nächsten Investor ein, hier die nächste Bauruine zu errichten.

Vielleicht sollten die Damen und Herren einmal das tun, wofür sie gewählt, bzw. für gutes Geld für die Verwaltung engagiert wurden: Selbst einmal Verantwortung für die Entwicklung unserer Stadt übernehmen und diese nicht auf renditegeile Finanzinvestoren abschieben.

Ein Gedanke zu „Geheimkungelei im Rathaus

  1. Altherrenriege

    „Lasst uns diese Stadt abreißen und an Ihrer Stelle ein Einkaufszentrum errichten!“ … Was gestern noch wie Satire klang, kann morgen schon Realität sein!

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