Kita-Ausbau vs. Denkmalschutz

Spannend, diese Diskussionen im Rathaus. So wollen die Anwohner den Bau einer Kindertagesstätte auf der Grünfläche ‚Bielstein Nord‘ verhindern, da sie optisch nicht zu der denkmalgeschützten Diesterwegschule passen würden. Weiterhin wurde die Parksituation scharf kritisert, ein Verkehrschaos prognostiziert usw.

 

Was wäre demnach die einzige Lösung, um die Anwohner zufrieden zu stellen? Das Parken in der gesamten unteren Bielsteinstraße verbieten, da besonders die ‚Neuwagen‘ nach 1890 das Straßenbild in Bezug auf das denkmalgeschützte Gebäude stark verschandeln. Das löst dann auch direkt das prognostizierte Verkehrschaos und die damit verbundenen Parkprobleme.

 

Ansonsten gab es nicht viel Aufschlussreiches, lediglich die altbekannte Laier: „Kiten sind wichtig, aber bloß nicht vor unserer Tür.“

Lässt sich beliebig erweitern auf: „Sanierung ist gut, nur nicht in meiner Wohnung.“, „Baustellen sind wichtig, aber nicht vor meinem Haus.“ „ÖPNV-Ausbau und Haltestelle sind längst überfällig, aber bitte eine Straße weiter.“

7 Gedanken zu „Kita-Ausbau vs. Denkmalschutz

  1. Dougan

    Ganz klar: Wir führen eine neue Abwrackprämie ein und legen den Fokus bei Neuanschaffungen auf familienfreundliche Vans mit Solarenergie. Und empfehlen eine Rückkehr zum Rad.

  2. Anwohner

    Ich verstehe nicht, wieso Menschen so etwas posten, wenn sie keine Ahnung haben, um was es hier eigentlich geht…
    Wir haben nichts gegen Kitas allgemein in unserer Nachbarschaft. Wie auf der Versammlung erwähnt ist schon allein durch den Basketballplatz gegenüber oft Lärm bis in die Nacht hinein. Doch es geht hier um die Freizeitgestaltung!!!
    Diese Rasenfläche wurde der Stadt geschenkt unter der Voraussetzung, dass es eine ÖFFENTLICH zugängliche Spielfläche für Kinder und Jugendliche bleibt.
    Nun wird sie so stark beschnitten, dass es lediglich noch als Hundewiese dient.
    Was das historische angeht: Anwohnern wurde aus Denkmalschutzgründen verboten Verklinkerungen an ihrem Haus anzubringen, weil es ZITAT:“das Straßenbild verunstalten würde“ und die Stadt darf einfach so einen bunten Container dort hin pflanzen??? Wo ist da Gerechtigkeit???
    Zum Verkehrschaos: Wer schon mal vor Ort war, müsste wissen, dass es durchaus zu einem Chaos kommen wird, wenn schon alleine 2 Eltern gleichzeitig ihr Kind zur Kita bringen wollen und sie in einer einspurigen nicht-Einbahnstraße keinen Parkplatz finden werden. Und bei drei Gruppen werden es wohl nicht nur zwei Autos werden…

    Dieses sind nur einige Argumente, wenn ich hier alles aufzählen würde, dann würde das wohl etwas den Rahmen sprengen!!!

    Also, wenn man nur Teile der Veranstaltung verfolgt und sich nicht richtig mit diesem Thema auseinander setzt, so sollte man es doch lassen öffentlich in einem Blog darüber zu schreiben!!!

  3. Anwohner

    Wenn man sich ein bisschen mit dem Thema auseinander gesetzt und Hintergrundwissen hätte, so würde man nicht so etwas schreiben. Also dazu kann ich nur sagen, „wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die fr… halten“! Nächstes mal besser zuhören und Zusammenhänge ziehen und nicht irgendwelche wahllos herausgezogenen Sätze hier posten und darauf herum hacken!!! Hätten sie zugehört, dann wüssten Sie, dass es um etwas ganz anderes geht!!!

  4. kath Artikelautor

    So lange Sie mich hier beleidigen dürfen, so lange darf ich auch meine persönliche Meinung schreiben. Ich beschränke mich dabei auch nur auf einen, statt zwei Beiträgen. Ich gehe stark davon aus, dass sich unter den Anwohnern der Bielsteinstraße auch 1-2 arbeitende Bürger befinden, die bereits morgens zur Arbeit aufbrechen. Deren Parkplätze werden dann frei und können problemlos & kurzzeitig genutzt werden. Genauso existiert weiterhin der Parkplatz an der Oelmühlenstraße, welcher morgens noch relativ leer ist. Die Besucher des Krankenhauses kommen meist erst um die Mittagszeit. Versetzte Startzeiten bei den drei Kitagruppen, temporäre Einbahnstraßenregelungen und schon ist die Welt wieder in Ordnung. Lediglich für die Rentner tut es mir leid, die mit ihrem Dackel nun bis zum Krankenhauspark laufen müssen, so dass der Zeitplan vollständig aus den Fugen gerät und man schlimmstenfalls den Beginn der Tagesschau verpasst.

    Im Zuge der Luttersanierung werden 100 Bäume abgeholt von denen nur 30 wieder aufgebaut werden und hier wird rumgeheult wegen einer bisher schon vollgeschissenen Wiese, die nun nicht mehr als „Erholungsgebiet“ genutzt werden kann. Aber wenn der Deutsche nichts zu meckern hat, dann ist er krank.

    Faszinierend ist doch auch ihre eine weitere Nachbarin, die mich direkt vorgestern angegangen ist, dass man Schriftzüge auf meiner Heckscheibe nicht lesen kann und dies eine Unverschämtheit wäre. Ich habe ihr aber versprochen, es extra so zu ändern, dass sie es künftig problemlos lesen kann. Ich bin ja recht tolerant und hilfsbereit und versuche nicht mit allen Mitteln und Wegen, etwas zu blockieren. Wenn ihre Nachbarin es künftig besser lesen kann, dann werde ich ihr den Gefallen doch schnellstmöglich tun. Aber lassen sie dem Plotter bitte auch etwas Bearbeitungszeit.

  5. Anwohner

    Also als aller erstes bitte ich Sie darum schnellstmöglichst meinen Namen aus Ihrem Kommentar zu entfernen.
    Zweitens kann ich nichts für irgendwelche Äußerungen, die Nachbarn von sich geben!!!
    Ich äußere mich nicht über die Luthersanierung, da ich mich hierfür viel zu wenig mit dem Thema beschäftigt habe.
    Zum Thema der Bielsteinstraße habe ich mich allerdings bestens informiert. Aus diesem Grund bin ich diesem Thema gegenüber auch sehr emotional gestimmt, da sowohl Zeitungen,als auch dieser Artikel hier immer wieder einzelne Sätze völlig aus dem Kontext ziehen und nieder schreiben.
    Es tut mir leid, dass ich in meinem zweiten Kommentar doch sehr emotional reagiert habe und entschuldige mich hierfür. Aber im ersten Kommentar sind einige Argumente klar dargestellt und vielleicht ein wenig nachvollziehbar.

    Mein Ziel war es jedenfalls klar zu machen, dass es nichts bringt, wenn man nur Halbwahrheiten veröffentlicht. Wenn Argumente,dann doch auch bitte alle!!!

  6. Anwohner

    Ihnen kann es doch eigentlich egal sein, ihr Kind hat doch schließlich einen Kita-Platz an der Uni Bielefeld.
    mit freundlichen Grüßen

  7. kath Artikelautor

    Achso, und nur weil ich 24km Fahrtweg täglich habe, habe ich keinen Anspruch auf einen Kita-Platz vor Ort? Ist ja interessant, da wird sich in den Versammlungen einstimmig gegen eine arbeitsplatznahe Kita ausgesprochen, eine wohnortnahe Kita wird den wohnortnahen Bürgern aber auch nicht zugesprochen.

    Als Diplom-Pädagogin erwarte ich durchaus, dass man seine Emotionen kontrollieren kann und sachlicher an Diskussionen rangehen kann. Entschuldigung angenommen, Namen rauseditiert, auch wenn ich wetten könnte, dass Sie mir diesen Satz nicht ansatzweise so direkt in’s Gesicht gesagt hätten.

    Ich kann die Argumente nachvollziehen, aber sie haben keinerlei Zusammenhang zum diskutierten Thema. Was hat ein verklinkertes Gebäude mit einem ‚Erholungsgebiet‘ zu tun? Wieso wird sich in der Versammlung über die Studierenden des Studieninstitutes aufgeregt, wenn es um den Bau der Kita geht?
    Parkplätze können ja gerne thematisiert werden, das sehe ich auch ein, aber wieso lässt man sich nicht von positiven Gegenbeispielen überzeugen und erhöht seine Toleranz ein bisschen? Wenn man den Bau der Kita schon diskutieren möchte, dann sollte so etwas zielorientiert durchgeführt werden. Hier wird aber versucht, etwas permanent zu blockieren ohne von seiner Einstellung abzurücken, sowas ist schade. Letzten Endes geht es hier nämlich nicht nur um den Erhalt der Grünfläche, sondern auch um das Verbauen der Chance für circa 45 Kinder, sie in das Leben zu integrieren.

    Jeder möchte eine schuldenfreie Stadt, die Stadt hat das Angebot, dass sich die BGW (wenn auch als städtische Tochter) finanziell sehr stark engagiert, damit die Stadt die Quote erreichen kann und dann werden Steine in den Weg gelegt. Man hat doch klar erkannt, dass die BGW Zugeständnisse gemacht und Alternativen gesucht hat. Sie hat verschiedene Varianten vorgestellt und durchgespielt. Wenn die BGW einem schon entgegen kommt, dann sollte man das von Ihrer Seite aus auch tun. Wir sind hier schließlich nicht bei Stuttgart 21 und ich bin nicht Heiner Geißler!

    Und das mit den Halbwahrheiten, hm. Auf dem Flyer, den ich in die Hand gedrückt bekommen habe, stand etwas von einem Verkauf des Grundstücks, welcher als TOP bei der letzten BZV gestanden haben soll. Beim Dialog selbst habe ich allerdings zu hören bekommen, dass dieser Punkt ersatzlos gestrichen war.
    Genauso die Ausführungen von Herrn Goldbeck (ISB) bezüglich der Bestimmung und Nutzung der Fläche mit Nachforschungen im Stadtarchiv usw.

    Letztlich ist es doch so: Spielplatz, Sportplatz, Schulhof und Spielfläche der bisherigen Bereiche werden nicht beschnitten. Bis auf 2-3 Bäume bleibt auch der Baumbestand erhalten. Es gibt das Angebot, ein energiesparendes Gebäude barrierefrei und nicht so riesig wie das Krankenhaus zu errichten.
    Konkret bleiben nur noch die angebl. Zweckbestimmung und die Parkplatzsituation zur Diskussion über. Ich behaupte aber mal – und so bekomme ich es hier vor meiner Tür auch mit – dass die Situation bereits jetzt schon angespannt ist, es handelt sich also nicht um neu aufkommendes Phänomen. Aber wir dürfen dabei nicht vergessen, dass wir uns nun einmal in einer Innenstadtlage befinden, wo überwiegend Mehrfamilienhäuser ohne private Tiefgarage existieren und Parkplatzknappheit in Zeiten zunehmender Automaße nichts Ungewöhnliches sind. Hat man 1970 noch 30 VW Golf in eine Straße bekommen, sind es heute nur noch 24.

    Herr Epp und Herr Moss hatten auch ausgeführt, dass der Transport im Falle einer integrativen Kita mit Hilfe von Minibussen stattfindet, was dazu führen würde, dass die Eltern die Kids morgens bei der von-Laer Stiftung ab“laden“ bzw. die Kids von Zuhause abgeholt werden. Dann würde der Bus evtl. 4x die Kita anfahren (oder vier Busse je einmal), circa 5 Minuten in der unteren Hälfte der Straße halten, alle Kids ausladen und wieder fahren. In der Situation könnten die Anwohner allerdings nach unten Richtung Oelmühlenstraße und die anderen in Richtung Rohrteichstraße aus der Bielsteinstraße herausfahren. Ich halte es daher nicht unbedingt für eine große Beschneidung in Bezug auf die Parkfläche.

    Im Winter hätte die Kita sogar den Vorteil, dass die Bielsteinstraße eine höhere Priorität im Winterdienst erhält und früher als bisher geräumt und gestreut wird. Ich verstehe, dass man ganz schnell ganz gereizt reagiert, aber das erschwert die Kommunikation ungemein. Vor allem, wenn dann noch persönliche Beleidigungen in’s Spiel kommen, die leider absolut nicht konstruktiv sind.

    Vielleicht wäre in den letzten Wochen ein gemeinsames Straßen-/Stadtteilfest die idealere Lösung gewesen, bei welcher mögliche Ideen und Anreize hätten gegeben werden können. Aber so haben sich auf beiden Seiten die Fronten nur noch verhärtet und die ostwestfälische Sturrheit hat bei uns allen zugeschlagen.

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