388 Gramm, ein toter kleiner Wald und Espresso mit Bettina

Da liegt es nun, das Elaborat über 200 Jahre NW und 350 Jahre Küsterdruck in Senne. 388 Gramm schwer, 96 Seiten, min. 50% verkaufter Anzeigenraum. Ok, macht man halt so, wenn man feiert, überlebt zu haben. Kippen wir das Blatt einmal ein wenig um die Querachse und lassen Inhalte herauslaufen….

Glaubwürdigkeit

Im Interesse der Leser. Immer

Tageszeitungen „glaubwürdige Marken“

Die Anhäufung von moralinsauren Begriffen wie „Glaubwürdigkeit“, „Ehrlichkeit“, „Qualitätsjournalisdmus“ usw. fällt auf, lässt stutzen und stösst zugleich auf. Kommt doch nicht nur das „große“ journalistische Vorbild mit Metropolenvergangenheit und sehr gespaltenem Verhältnis zu „journalistischer Wahrheit, Ehrlichkeit und Recherche“ zu Worte:

Boulevard mit Schlammspritzern

und eine doppelseitige Anzeige jenes Konzern aus dem Nachbarstädtchen, dem wir so Wunderbares wie „Bauer sucht Frau“, „Kamopf gegen Kinderpo im Netz“ oder auch „Stille Treppe“ und „Herr Zwegat“ nebst öffentlicher Vorführung von „Hartz 4-Schmarotzern auf Malle“ und der Demontage von „Wetterfrosch Kachelmann“ durch das konstruierteste Lügengebäude und gekaufte „Zeugen“, was man sich denken kann, verdanken. Nicht zu vergessen die Elogen auf Plagiator zGuttenberg.

Klappen wir heute Abend das Werk zu, lassen „Glaubwürdigkeit“ und „Qualitätsjournalismus“ und „Ehrlichkeit“ nebst der heimlichen NW-Hoffnung, eines Tages vielleicht die BILD als komplette Tagesbeilage vermarkten zu dürfen, beiseite und wickeln Fisch und Gartenabfälle darin ein. Schließlich ist es ja von gestern, das Küstergedruckte. Die Blattmacher von der Axel-Springer-Journalistenschule (Welch Prädikat!) sagen ja selbst:

Nichts ist so alt wie die Zeitung von gestern.


Wie heimelig: Bundespräsidentenpaar „inkognito“ mit den flotten Hartings

Erfreuen wir uns am „hasigen“ Bericht im Lokalen über Bundespräsident nebst Gattin „nahezu unerkannt“ beim Stahlberg und Espresso auf dem Alten Markt. Der Kotau des Schreibers ist förmlich spürbar. Ob er im Staube des Marktes liegend, ein Autogramm erbat?

6 Gedanken zu „388 Gramm, ein toter kleiner Wald und Espresso mit Bettina

  1. epsilon

    Kleiner Tip:

    Sehre geehrte Damen und Herren,

    hiermit kündige ich mein Abo der NW zum frühestmöglichen Zeitpunkt.

    Mit freundlichen Gruß

    textexter

    Abtippen, ein Umschlag und eine 55 Cent Briefmarke => befreit !!

    1. textexter Artikelautor

      Dann hätten wir ja am frühen Morgen nichts mehr zu lachen und müßten immer warten, bis Rouven mit dem Schlepptop in den Westen kommt 🙂 Bist Du denn NW-befreit?

  2. Dougan

    Geht auch Online, die Abokündigung und man sollte seinen Wunsch mit anfügen, daß keine Werbeversuche gleich welcher Art erfolgen.

    Besser, als Geld auszugeben um Geld zu sparen. 😉

  3. epsilon

    Ja ich bin befreit ! Dafür lese ich die Zeitungen die im Zug liegengelassen wurden. NOZ, WAZ NRZ, WZ, Rheinische Post und auch NW und WB. Das gibt dann Abwechslung und ich muss es zugeben, einige sind noch besser als die NW, insbesondere die WAZ. 😉

Kommentare sind geschlossen.