Günter Garbrecht will Spargel stechen

Nehmen wir ihn nächstes Jahr beim Wort, den Bielefelder SPD-Landtagsabgeordneten Günter Garbrecht. Der 56 jährige will 2007 in der Spargelsaison mit auf die Felder und stechen. Mal sehen, was Spargelbauern wie der „Brackweder Hof“ oder „Winkelmann“ zu ihrem neuen Erntehelfer sagen….. Solange die Diskussion um Erntehelfer, Arbeitslose, und die unseelige Agentur für Nichtarbeit geführt wird, kann Deutschland ja keine anderen Sorgen haben, oder?

2 Gedanken zu „Günter Garbrecht will Spargel stechen

  1. Jack

    Geht’s noch zynischer? Garbrecht tut so, als ginge es bei der Spargelstecher-Propaganda wirklich um die Frage, ob diese Arbeit zumutbar ist. Er weiß natürlich genau: Die miese Bezahlung ist eine Sauerei. Aber davon schweigt der Landtagsabgeordnete, der seine dicken Diäten im Trockenen hat. Sein PR-Gag ist somit blanker Zynismus.

  2. Günter Garbrecht

    Günter Garbrecht macht Praktikum auf einem Spargelhof

    Seine langjährige Tradition, Praktika etwa bei der Müllabfuhr, im Altenpflegeheim, bei der Polizei oder der Feuerwehr zu machen, wird der Landtagsabgeordnete Günter Garbrecht am morgigen Donnerstag fortsetzen.
    Er wird dann einen ganzen Erntetag (6 -17 Uhr) auf einem Spargelhof verbringen, allerdings im Nachbarkreis Gütersloh und nicht in Bielefeld, wo sich kein Hof bereit fand.
    Garbrecht hatte sich bereits in 2006 zu diesem Praktikum entschlossen. Damals wie auch aktuell wieder seit dem vergangenen Wochenende entbrannte eine Diskussion um zu weni-ge inländische Saisonarbeiter. Garbrecht missbilligte es, dass diese Debatte auf dem Rü-cken der Arbeitslosen ausgetragen wurde und entschloss sich, sich dieser Tätigkeit einmal selbst zu unterziehen. Dies ausdrücklich nicht, um die körperliche Zumutbarkeit dieser Tä-tigkeit unter Beweis zu stellen, sondern um eine Wertschätzung gegenüber der anstrengen-den Tätigkeit zum Ausdruck zu bringen.
    Garbrecht: „Das ist eine echte körperliche Herausforderung, die durch die geringe Entloh-nung in keiner Weise angemessen gewürdigt wird.“ Nach der Berichterstattung der Bild am Sonntag ist in landläufiger Meinung der Schuldige des Arbeitskräftemangels auch schon gefunden: Arbeitsminister Franz Müntefering. Hier, so Garbrecht weiter, mache man sich die Erklärung aber recht einfach. Zum einen würde in unserer Region kein ungeernteter Spargel in der Erde verrotten. Zum anderen sei nach seinen Informationen nur sehr zurückhaltend von der Möglichkeit Gebrauch gemacht worden, bei den Arbeitsgemeinschaften und den Agenturen für Arbeit inländische Arbeitskräfte anzufordern.
    Garbrecht abschließend: „Mittlerweile hat es sich herumgesprochen, dass die bewährten polnischen Arbeitskräfte in andere EU-Länder mit Mindestlohn durchfahren oder dass sie zunehmend auch auskömmliche Stellen in Polen selbst finden. Wir werden uns zukünftig daran gewöhnen müssen, dass körperlich schwere Arbeit auch dementsprechend entlohnt werden muss, unabhängig davon, ob es sich um in- oder ausländische Arbeitskräfte han-delt.“

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