Mohammed Karikaturen dürfen gezeigt werden

Mohammed Karikaturen dürfen gezeigt werden, widersprach das Gericht dem Verbot des Ministers. Was OK ist: Meinungsfreiheit und Freiheit der Kunst sind hohe Güter; selbst dann noch zu schützen, wenn sie von Einzelnen missbraucht werden. Was noch in den 1950er Jahren Gerichte den Staatsanwaltschaften erklärten – wenn diese ermittelten, weil sie mit Karikaturen und dergleichen so genannte ‚christliche Werte‘ in den Dreck gezogen sahen. Heute sehen wir das anders; beziehen Karikaturen etc., die sich christlicher Symbole bedienen, schlicht nicht mehr auf Glaube und Christentum, höchstens im Miss- und Unverständnis der Menschen von diesem. Was manche – und sicher nicht alle – Muslime vielleicht auch noch lernen sollten.

Ansonsten haben sich Radikale verschiedener Richtungen wohl gefunden .. Aber eher schlagen sie sich gegenseitig tot, als dass sie die ihnen gemeinsame Angst – jawohl: Angst! – erkennen. Angst vor .. allem ‚anderen‘, Veränderungen – die doch kommen, so oder so.

Zur Moschee gehört nun mal ein Minarett wie der Turm zur Kirche – aus Tradition und nicht weil Gott/Allah es so will. Wenn dann Kirchturmglocken läuten dürfen (für den Atheisten Lärm) – darf auch der Gebetsruf vom Minarett erschallen, warum nicht?! – Einst in Istanbul fand ich es schön, von diesem geweckt zu werden: ist’s doch der Glaube, der uns eint – mögen Traditionen noch so verschieden sein. Kirche mit Turm und Moschee mit Minarett nebeneinander – zeugen von Achtung und Respekt. Mehr will mensch gar nicht. Und dass beide im Stadtbild zueinander passen – sah ich in Istanbul.

Übrigens: Vorbild der Moscheen war eine oströmische Kirche – ohne Turm, aber mit Kuppel; heute Museum.

Ein Gedanke zu „Mohammed Karikaturen dürfen gezeigt werden

  1. sparros

    Bei den meisten männlichen Wählern käme wohl Bolzenschneider besser 🙂

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