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Mrz '07

Kameras und Klassik gegen Schluckis an der Tüte

Wir schruben schon mal über die “Tüte”, jenen Stararchitektlich gestylten Eingang zur Bielefelder U-Bahn Straßenbahn an der Stadthalle. Beliebter Treffpunkt für Aussortierte, Schluckis und andere “Szene”-Angehörige. Wie die größte Zeitung Schildas Bielefelds heute berichtet, will die Stadt Bielefeld 200.000 Euro in die Hand nehmen, um diese Szene an einen anderen Ort zu verlagern: Herforder Straße/Schildescher Straße. An der “Tüte”, dem heutigen Treffpunkt am Hauptbahnhof, will moBiel Kameras installieren und den Ort mit klassischer Musik beschallen. Aber beginnt nicht auch “La Traviata” mit einem Trinkgelage?

05032007.jpg

Dieser Eintrag wurde verfasst am Mittwoch, 7. März 2007 um 10:35 und in der Kategorie Allgemeines und Sonstiges abgelegt. Antworten auf diesen Beitrag kannst du mit dem RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst außerdem einen Kommentar abgeben oder einen Trackback von deinem Blog senden.

11 Kommentare »

11 Kommentare zu “Kameras und Klassik gegen Schluckis an der Tüte”

  1. witheboard meint:

    …… will die Stadt Bielefeld 200.000 Euro in die Hand nehmen, um diese Szene an einen anderen Ort zu verlagern….

    Wie muss ich mir DAS denn vorstellen????
    Legen die von der Stadt da `ne Spur aus 5 Euro Scheinchen?
    Oder 10 Euro Scheine, weil sie mit den Fünfern sonst noch einen Umweg latschen müssten?
    Tagsüber? Nachts? Mit Ankündigung (in der Presse)? Ohne Ankündigung?
    Oder wird das als Bündel vor die Nase der Profisteher gehalten, wie damals die Karotte vor des Esels Nase?

    Fragen über Fragen ……

    Gruß witheboard

  2. Wolle meint:

    Keiner will gerne Elend sehen, und wenn es uns gut geht
    schieben wir das Problem einfach ein Stück weiter.
    Hauptsache die City sieht sauber aus.

  3. Danni meint:

    witheboard, das hast du falsch verstanden:
    mit den 200.000 Euro wird das Freibier finanziert, jedoch eben an anderer Stelle…

  4. witheboard meint:

    Ach so…..
    na gut, das habe ich jetzt kapiert.
    Bleibt für mich jetzt nur noch die Frage bezüglich Kaneras und klassischer Musik offen. Soll da jetzt eine andere Zielgruppe angesprochen und animiert werden, an just dieser Stelle einen Treff zu veranstalten, vielleicht Bustouristen oder ähnliches auf dem Weg zur Stadthalle oder so?
    Ich stelle mir gerade vor: “Haste mal nen Euro, iss nich für Bier! Ich will mich von der Kultur belecken lassen” :-)
    Oder sind Kameras und Musik eher als das zu betrachten, was das Gift für die Ratten ist?

    Immer noch ratlos ….

    Gruß witheboard

  5. Insider meint:

    Von den 200.000 Euro stecken sich die Leute den Großteil weg, die irgendein Konzept vortragen. Die restlichen 2.000 Euro werden zu gleichen Teilen in einen Zaun und einen Bauwagen mit Streetworker an dem anderen Ort investiert.

  6. witheboard meint:

    @insider
    So wird es wohl geschehen.
    Ach hätte ich doch damals bloß nicht auf meine Eltern gehört.
    Die haben gesagt: Junge, lern was anständiges……… und jetzt habe ich den Salat.
    Als Berater bin ich absolut untauglich und muss deshalb mein Geld
    auf ehrliche Weise verdienen.
    Was soll´s, drauf geschissen ;-)

    p.s.: Das Thema scheint zu emotionalisieren …..

    Gruß witheboard

    noch ein p.s.: Was ist denn jetzt der Sinn der Kameras und der Musik?

  7. Kash meint:

    Also ich wohne in unmittelbarer Nähe zur Stadthalle.
    Mit “Elend” hat das Gesocks da nichts zu tun. Armut zwingt ja keinem zum öffentlichen Drogenkonsum und rumlungern. Die könnten auch fein wie andere Hartz IV Empfänger vor der Glotze sitzen und Talkshows gucken.
    Was da rumläuft ist jenseits von gut und böse. Wenn ihr selber abends nach hause geht und auf Spritzen vorm Haus ausrutscht oder den Freier im Benz onanierend vorm Haus sitzen habt denkt ihr da anders.

    Geht man da abends lang wird man beschimpft und muss aufpassen nich von den kaputten verprügelt zu werden weil man so fertig is wie die.

    Meiner Meinung nach sollten die nicht verlagert werden sondern es sollte wie in anderen Städten ein Verbot geben was Konsumieren von Alkohol in der Innenstadt verbietet. Das setzt man ein paar Monate konsequent durch und zieht die Strafe vom Sozialgeld ab, dann saufen die bald in ihrer Sozialwohnung wo sie keinen stören.

    Das verscheucht dann auch endlich die Dealer und Spätaussiedler rund um die Deutsche Bank und Sparkasse ( aka. Urinsteinarkaden).

    Es kann doch nicht angehen das die Stadt 200.000 Euro ausgibt um 100 Pennern ne Trinkhalle zu bauen. Penner entsorgen ging früher auch billiger.

  8. Franky meint:

    naja,

    nun ist die Klassikbeschallung ja beendet, geändert hat sich nichts, die Leute bevölkern im Sommer immer noch die Parks und im Winter hängen sie eben an der s. g Tüte ab. Diese Probleme hat jede Großstadt somit auch Bielefeld, für die Bürger die in der betreffenden Ecke wohnen mit Sicherheit kein Vergnügen, aber auf Dauer muß die Stadt das lösen, wenn Einrichtungen wie die Stadthalle und das noch Möwenpick kostendeckend laufen sollen, aber auch an die s. g. Penner muß gedacht werden es ist eben ein Marketing- und Sozialproblem, dafür bezahlen wir die Politiker, die sind nun gefragt

  9. Heiko Hölling meint:

    Das Oberlandesgericht Hamm (OLG Hamm) hat mit Beschluss vom 04.05.2010 das generelle Trinkverbot für rechtswidrig und nichtig erklärt (Az. 3 RBs 12/10). Nach Auffassung des 3. Bußgeldsenats verstößt die Benutzungsordnung der Stadt Bielefeld insbesondere gegen Art. 2 I GG.

  10. und weg meint:

    Nun ja, man muß ja leider sagen, dass Bielefeld eh eine Stadt mit wenig Sehenswürdigkeiten ist, und das Problem stellt sich in allen Parks von denen es in Bielefeld auch nicht gerade viele gibt. Aber an der Tüte ist die Problematik noch eine andere, da man mit diesen Gestalten weder die Stadthalle als Tagungsort noch das Mövenpickhotel als Übernachtungsmöglichkeit bewerben kann. Selbst habe ich lange in der Ecke gearbeitet und bin bestimmt auch nicht mit Vorurteilen beladen, aber seit 2003 hat die die Zahl der Leute dort vervielfacht und man kann mit fug und recht behaupten das es ein unhaltbarer Zustand ist Urteil hin Urteil her

  11. Heiko Hölling meint:

    …MmH…Jetzt?

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