Wie verlogen muss man eigentlich sein?

Ende letzten, Anfang diesen Jahres war das grosse Thema in der heimischen Presse der Umgang der Leitung des Krankenhauses Bethel mit seinen Mitarbeitern. Von Ausbeutung war die Rede. Der Vorstand der Bethelstiftung, an der Spitze der Pfarrer Ulrich Pohl, hielt es mit Pontius Pilatus, wusch seine Hände in Unschuld und feuerte den Vorstand des EvKB, Heiner Meyer zu Lösebeck.

Am letzten Samstag nun, berichtete eben jener Pfarrer Pohl in seinem allwöchentlichen Wort zum Sonntag in der NW vom diesjährigen Weltgebetstag mit dem Motto: „Steht auf für Gerechtigkeit!“ In erster Linie geht es dabei um Frauen in Malaisia und die menschnverachtenden Arbeitsbedingungen unter denen sie arbeiten müssen.

So weit, so gut! Aber jetzt kommt der Brüller, wenn nämlich Pohl sein Traktätchen beendet mit den Worten: „…aber auch mit Blick auf die gesellschaftlichen Probleme im eigenen Land mit einstimmen in die Aufforderung die gestern in den Kirchen auf der ganzen Welt erklang: „Lasst uns gemeinsam für Menschenwürde  und faire Arbeitsbedingungen kämpfen.“

Nach vorne schön die Hände gefaltet und den lieben Herrgott für die Gerechtigkeit auf der Welt in Anspruch nehmen und hinten herum die eigenen Leute um ihren gerechten Lohn besch….

Ein Gedanke zu „Wie verlogen muss man eigentlich sein?

  1. rainman

    So ganz kann ich deine moralische Entrüstung nicht verstehen, notepicker.
    Wie das Krankenhaus Bethel mit seinen MitarbeiterInnen umgeht kann wohl schon Gründe zur Empörung liefern; passt aber andererseits voll ins Konzept der protestantischen Ethik.

    Und wer kenn sich besser mit Lügen oder Heuchelei, einer perfiden Abart der Lüge aus als Theologen, die sich während ihres Studiums ausführlich der Lüge widmen? Vielmehr als beispielsweise Juristen.

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