Enttäuschtes Westfalen-Blatt

Ein wenig Wehmut klingt da schon im sonntäglichen Anzeigen-und Beilagenableger des Westfalen-Blattes mit, wenn sie die „gewaltigen“ Zahlen der Teilnehmer an der „Pro Guttenberg“-Demo auflisten. 150 in Hamburg, 80 in der Bankenhochburg Frankfurt (wunderts?), 50 in Köln. Null in Bremen, Hannover, Leipzig und selbstverständlich auch in Bielefeld. Offensichtlich ist ja der angebliche Wunsch, den so dynamischen Junggauner zurück zu bekommen, sehr gering. Facebook-Fakes, BILD-Hypes und Forsa/Emnids vorgeblich „repräsentative Umfragen“ sind eben doch nicht Volkes Meinung.

Schließen wir also dieses unappetitliche Thema erst einmal ab mit der dringenden Bitte an die Staatsanwaltschaften des Freistaates Bayern, auch die seltsame Rolle der Uni Bayreuth und der „summa-cum-laude-Kommission“ nebst Spendenempfang zu untersuchen und nicht unter den berühmten Teppich des Vergessens zu kehren.

Schönen Sonntag noch! Und nicht vergessen. ARMinia spielt zur besten Mittagszeit beim Kentschclub, dem Pokalfinalisten MSV Duisburg. Noch-Chefübungsleiter Ewald Lienens sehnlichster und wahrscheinlich einziger Wunsch ist, „nicht mit einer Packung heimkehren“. Ob die Duisburger da Rücksicht drauf nehmen? Tippen wir mal ein 4:1 für den MSV.

5 Gedanken zu „Enttäuschtes Westfalen-Blatt

  1. Reno Vegas

    Die 50-köpfige Libyen-Demo auf dem Jahnplatz hats immerhin bis in die WDR-Lokalzeit geschafft.

  2. primula vulgaris

    Live-Reportage im WDR-Hörfunk zur Pro-Gutti-Demo in Berlin:
    Ein riesiger Tross von Reportern, genau ein Demonstrant, der etwas trotzig durch das Megafon ruft, dass hier die Pro-Gutti-Demo sei. Es sollen sich dann ein paar linke Gegendemonstranten zu ihm gesellt und sich einen Jux mit ihm erlaubt haben.
    Die ganze fuckbook-Solidarität reicht also nicht einmal von jetzt bist gleich. Soviel zu wahren Beliebtheit des Gutti.
    In München sollen es immerhin bis zu 250 gewesen sein. Wow, ungefähr einer auf je 5000 Einwohner der Stadt.

    1. textexter Artikelautor

      Eben. Es gibt doch noch Hoffnung in diesem unserem Lande. Vor allem, was bescheuerte Schülerzeitungs-Aktionen von Friede Springers und Elisabeth Mohns Schosshündchen Kai Diekmann angeht.

    1. textexter Artikelautor

      Oh tut das weh. Aber Brandenburg ist ja so was wie die „Homebase“ von Mutti. Da fällt der geistige Apfel sozusagen nicht weit vom einfältigen Stamm. Als Fontane da noch rumwanderte hatten sie es eher mit den Birnen von Ribbeck im Havelland zu tun. Da fielen so mancher Gebärenden welche auf Kopf. Ergebnis: siehe BILD.

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