Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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September 2010
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Autoren gesucht - jetzt mitbloggen über deine Stadt!

Fr
3
Sep '10

Champagner an der Bahnhofstraße?

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Man hört, der von Thomas M. gegen die Wand gefahrene Karstadt-Konzern sei endgültig gerettet. Das wäre ja direkt einen Einkauf im ehrwürdigen angeschmuddelten Ambiente der Filiale der Spielerhochburg Las Vegas wert. Glaubt man zumindest der Werbung. Freuen wir uns auf spannende Duelle mit Kaufhof, Douglas, Thalia, Müller und vor allem KiK. In der Cafeteria oben soll es immer noch den gedeckten Apfelkuchen mit ganz viel Zucker geben, den Rudolf Karstadt 1881 in seinem ersten Kaufhaus in Wismar andiente….

Ach ja, der Herr Kik

Besonders stark mischt er sich in die Beschaffung ein. Er kaufte aus der Insolvenz die Strumpfmarke Ergee, für die er in der Türkei produzieren lässt. Und er erwarb billig den gesamten Warenbestand aus dem Leipziger Zentrallager des insolventen Versenders Quelle. Der Cent-Fuchser weiß auch genau, wie viel ein T-Shirt aus Bangladesch kosten darf. Wenn ihm das Angebot zu teuer ist, schickt er den Einkäufer noch einmal los, zum nächsten Fabrikanten. Der gnadenlose Druck auf die Lieferanten führt dazu, dass Kik eine Rohertragsmarge von fast 60 Prozent erzielt. Vom Nettoverkaufspreis muss Kik also nur etwa 40 Prozent für die Beschaffung ausgeben.

Das ist einer, der Jost Stefan Heinig, den man sogar offen “Ramscher” nennen darf. Einer, der den Innenstädten und Randlagen einen unmißverständlich roten Slum-Appeal verpasst hat. Wer mehr über den Mann, dessen Billigstkettenladen-Logo schon mal die Fronten der Arminen-Kicker zierte (Passt doch, oder?) lesen will, kann das jetzt auf T-online tun.

Komisch nur, daß die Familie und er das billigst erzeugte Zeugs “nur drunter” tragen, aber ansonsten “selbstverständlich Markenklamotten”. Da würden wir aber locker zu den für Niedrigstlöhne stichelnden Bangladeshis stehen. Da werden Sie nämlich geholfen.

Der kommt als Geist wieder

Nun hat die Bundesbank also doch Ernst gemacht und Thilo Sarrazin die Tür gewiesen. Es ist die erste Abberufung eines Vorsitzenden in der Geschichte der Deutschen Bundesbank. Wenn Bundespräsident Christian Wulff den Antrag unterzeichnet - und davon ist auszugehen -, ist Sarrazin weg vom Fenster, vorerst jedenfalls. Am Ende war der öffentliche und auch politische Druck zu groß. Spätestens nach seinem Auftritt in der Fernsehsendung »Hart aber fair« mit erneut rassistisch zu verstehenden Äußerungen war Sarrazin nicht mehr zu retten. Der Autor (»Deutschland schafft sich ab«) hattesich mit weiteren verbalen Entgleisungen selbst immer weiter ins Abseits gestellt. Seine spätere Einsicht und Reue, zu weit gegangen zu sein, konnten den Anfang vom Ende Sarrazins nicht mehr stoppen. Mit der Einleitung eines Abberufungsverfahrens bekommt der Fall eine entscheidende Wende. Wurde zuletzt noch darüber diskutiert, ob Sarrazin sagen darf, dass »alle Juden ein bestimmtes Gen teilten, Basken bestimmte Gene hätten, die sie von anderen unterscheiden«, steht jetzt eine juristische Frage im Vordergrund: Darf die Bundesbank ihren Chef feuern, nur weil er seine Meinung geäußert und vielleicht dummes Zeug geredet hat? Die Juristen werden sich darüber streiten, ob Thilo Sarrazin seine Juden-These in seiner Funktion als Bundesbankpräsident, als SPD-Mitglied oder als Buchautor geäußert hat. Eine Rolle wird auch spielen, ob Sarrazin der Bundesbank Schadenzugefügt hat oder nicht. Aber unabhängig von allen juristischen Fragen: Fakt ist, dass Sarrazin als einer der wichtigsten Repräsentanten der Bundesrepublik mindestens aus moralischen Gründen für ein derart hohes Amt nicht mehr tragbar war. Seine Aussagen waren nicht nur unsinnig, sondern auch unerträglich. Sie haben ein schlechtes Bild auf Deutschland geworfen und alle hier lebenden Ausländer pauschal beleidigt. Somit ist es nur zu verständlich, dass dem Provokateur die rote Karte gezeigt wurde. Sarrazin hatte am Ende keine namhaften Unterstützer mehr. Auch das hat ihm letztlich das Genick gebrochen. Selbst Wissenschaftler, deren Thesen Sarrazin in seinem Buch für seine eigene Argumentation verwendet, haben sich mittlerweile von ihm distanziert. Aber dennoch: Thilo Sarrazin hat trotz aller verbalen Entgleisungen eine Integrationsdebatte in Gang gesetzt, die wichtig ist für ganz Deutschland. Hoffentlich erkennen das auch die Politiker, die sich zwar schnell zu Sarrazin, aber zum Teil noch gar nicht zum Thema Integration geäußert haben. Hier ist auch Bundespräsident Christian Wulff gefordert. Man wünschte, dass er sich gemeinsam mit der Kanzlerin an die Spitze einer ehrlichen
Debatte über die Zuwanderungs- und Integrationsprobleme dieses Landes stellt - ohne zu spalten, wie Sarrazin es getan hat.

Siehste, liebes Westfalen-Blatt, Euer letzter Satz im Kommentar, den könnte man unterschreiben. Weil es an Debatte und Offenheit fehlte und fehlt. Das kann aber nicht mit dem auch wieder bei Plasbergs “Hart aber fair” benutzten Vokabular des großen Hobby-Rassenhygienikers und wohlversorgten Volksverhetzers geschehen. Aber keine Angst, der Schiefgesichtige wird weiter herumgeistern. Da läßt sich sicher noch das nächste Buch rauspressen: “Ich. Thilo. Verfemter. Verfolgter”. Ein paar Millionen vom rechten Ufer warten schon darauf und BILD sowieso.

Der Tanz ins nächste Fettnäpfchen

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Wie die NW thematisiert, ist es der Verwaltungsspitze dieser Glitzermetropole nicht möglich, vom Zirkus Krone geschenkte 1100 Freikarten für Sozialbetreute, Heimkinder und Arme zu verteilen. Macht Euch, die Ihr gradezu krankhaft jedes Fettnäpfchen ansteuert in das Ihr springen könnt, nicht lächerlich. Die sicher nicht kostenpflichtigen Empfänge für Honoratioren sollten dann demnächst auch bei Leitungswasser und dem Finger im Hals stattfinden. Macht sich besser als Kaviarschnittchen und reichlich verteilte Leineweber-Figuren. “Korruptionsgefahr” führt der zierliche SPD-OB im offensichtlich zu großen Sessel ins Feld.

“Lächerlichkeit” wäre der passendere Begriff. Schauen wir mal hier:

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Dahinter stecken derart viele Probleme, daß ein paar Freikarten, die in jeder deutschen Stadt gerne angenommen werden, einen Fliegenschiß darstellen.

Do
2
Sep '10

Jetzt gehts los!

Die Bundesbank beantragt beim Bundespräsidenten die Abberufung Sarrazins!

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Einstimmiger Beschluß und das SPD-Ausschlußverfahren kommt auch in Gang.

http://www.tagesschau.de/wirtschaft/sarrazin218.html

Auszug aus o.g. Link:

SPD will über Parteiausschluss entscheiden

Der Berliner SPD-Kreisverband Charlottenburg-Wilmersdorf kündigte an, am Abend über eine Parteiausschlussverfahren entscheiden zu wollen. Erwogen wird, Sarrazin in einem verkürzten Verfahren auszuschließen oder ihm zumindest bis zu einer endgültigen Entscheidung die Mitgliedsrechte zu entziehen. Nach Informationen der “Berliner Zeitung” hat der SPD-Bundesvorstand in den vergangenen Tagen rund 2000 E-Mails erhalten - 90 Prozent davon signalisierten Zustimmung zu Sarrazins Thesen und forderten seinen Verbleib in der Partei.  

Haste sicher überlesen, Pit. Oder?

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Wenn jetzt in Kürze der so überaus wichtige halbrunde Hasenstall neben der Stadthalle (Über 14 Mio. Baukosten) eingeweiht wird und die Massen darin “ihr” Fest auf Eis im Dezember abhalten, sollte man an die Glasscheiben außen mal die Plakate halten, auf denen SPD-OBPit versprach, so er denn zum OB gewählt würde, “alles für die Kinder der Stadt” zu tun. Ob dazu auch die teilweise extreme Verlängerung der Schulwege für Kinder aus unbegüterten Elternhäusern gehört?

Polnische Tomaten

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Jemand hat Besuch von Freunden aus Polen. Nebst einer Riesenkiste Tomaten, die noch so schmecken und aussehen, wie es früher war. Als Tomaten noch keine Wasserbomben aus niederländischen Treibhäusern waren. Diesmal dachten sie sich, bringen wir mal Tomaten statt Vodka mit. Dieser Jemand gab einen großen Teil der Kiste an uns weiter und wir überlegen, was sich daraus machen läßt. Mal sehen, was die Urbielefelderin da für Ideen hat.

Praktikanten gesucht: Bielefelder Bürgerfernsehen Kanal 21 setzt beim angestrebten Neustart als lokaler TV-Anbieter offenbar wieder auf Praktikanten als billige Arbeitskräfte

Kanal 21 Videoportal für Bielefeld

Screenshot: Kanal 21 betreibt ein Videoportal für Bielefeld

Billigarbeiter sind bei Kanal 21, dem Bürgerfernsehen aus Bielefeld, das seit Ende 2009 nicht mehr senden darf, nichts Unbekanntes: Schon im vergangenen Jahr suchte der frühere Offene Kanal Medienassisten als Ein-Euro-Jobber für sein Programm. Seit Anfang dieses Jahres hat Kanal 21 für die Ausstrahlung seines Programms im Kablenetz keine Lizenz mehr und betreibt seitdem ein Videoportal für Bielefeld.. In einer Stellenanzeige im Internet präsentiert sich das ”Fernsehen aus der Nähe mit Sitz in Bielefeld” nun als “Bildungseinrichtung und TV Produktionsstudio” und sucht Praktikanten als Videojournalisten. Auf der Internetseite von Kanal 21 ist zu lesen, dass ein werbefinanziertes Lokalfernsehen geplant ist und deshalb die Kanal 21 gemeinnützige GmbH gegründet worden sei. Bei der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen solle kurzfristig eine Lizenz beantragt werden.

Zweifache Unverschämtheit

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Auf der Webseite der Computersekte mit dem angebissenen Apfel gibt es eine Seite, die Produkte “refurbished” anbietet. Also aufgearbeitet mit Garantie. Da war etwas drunter, was wir als Teilappler gebrauchen konnten.

Angeclickt. Bestellt. Eine Maske mit einem Bankkonto einer Schotten-Bank in Frankfurt erscheint. Überweisen. Ein paar hundert Euro waren es schon.

Das war am 20. August.

Vier Tage später kommt eine Bestätigung. Versand “innerhalb 24 Stunden”.

Nichts tut sich. Auf die Seite “Bestellstatus” geguckt. Da steht “storniert”. Mitteilung von der Computersekte: Fehlanzeige.

Hotline angerufen. Nach zig Irrwegen jemand an der Strippe. “Da können Sie doch nur mit Kreditkarte bestellen”. Tja. Aber nicht, wenn da eine Bankverbindung angezeigt wird. Er/Sie/Alle wollen sich kümmern. Es tut sich: nichts.

Anderentags Apple Aftersales angerufen. Eine jüngere Dame an der Strippe: “Kann mich nur entschuldigen, da muß in dem Moment die Maske offen gewesen sein”. Aha. Wir sollen Bankverbindung etc. angeben und einen Screenshot des Kontoauszuges mit der Überweisung. Aha. Anscheinend haben wir eine Bringschuld? Nun gut.

Am 31.08. dann die obige Mail. Das Geld ist bis heute nicht rücküberwiesen worden. Passt aber irgendwie zum Traumtänzerkonzern aus Cupertino.

Aber es wird ja getoppt. Und zwar von einem Käufer auf ebay, der für billig Geld ein Netbook von uns kaufte, das gegen ein größeres ersetzt worden war. In hervorragendem Zustand, mit allem Zubehör und einwandfreier Funktion ohne Kratzer oder sonstige Schäden. In Gegenwart von 4 Zeugen noch einmal getestet, in allen Details fotografiert und sorgfältigst eingepackt. Auf die Oberkante der Innenseite klebten wir einen gelben Zettel: “Achtung, Hersteller Medion empfiehlt, ab und zu auf diese obere Kante zu drücken. Es sei vorgekommen, daß bei einigen Books die Lüfter zu laut werden”. Bei dem nicht.

Diesen Zettel - den wir auch hätten weglassen können - nahm nun dieses wahre Asshole zum Anlaß, das völlig intakte und gepflegte Kleinrechnerchen als “defekt” zu bezeichnen und uns in der Bewertung und in wüstem Mails in Pidgindeutsch als “Betrüger” zu bezeichnen. Und das nach 11 Jahren ebay und 100% positiven Bewertungen. Eine Beschwerdemail an ebay wurde wie üblich lapidar und oberflächlich beantwortet. Auch korrekte Verkäufer haben in dem seltsamen Laden offensichtlich keine Rechte.

Das wars dann mit ebay und dem “Apple Shop”. Artisten im Web oder einfach nur oberflächliche Schlampereien?

Post von google

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Das ist Post von google. Bekommt man, wenn man “beantragt” hat, sein Haus pixeln zu lassen. Den darin enthaltenen Code gibt man bei “google streetviw” ein und dann soll das angeblich klar gehen. Zumindest hat google noch mal Name und Anschrift bekommen. Was man damit dann alles wieder anstellen kann. Zum Beispiel teuer an unsere Gütersloher arvato-Freunde verkaufen. Oder nehmen die solche Adressen nicht? Mit ungepixelter Hausansicht sicher interessanter…..

Dänen schießen eigene Rakete nach oben!

Das dürfte die Nasa interessieren: Zwei Dänen wollen mit einer “Discount-Rakete” Marke Eigenbau das All erobern – vorerst mit einer Puppe.

300.000 Kronen (40.000 Euro) haben beide in die Konstruktion und den Bau ihrer „Heat-1X-Tycho-Brahe“ gesteckt. Von Bengtson ordnet das für die Geschichtsschreibung der bemannten Raumfahrt so ein: „Unsere Rakete kostet so viel wie ein gutes Auto in Dänemark oder der Türgriff an einer Nasa-Rakete.“

http://www.tagesschau.de/schlusslicht/discountrakete100.html

Deutschlands peinlichster Bundesbanker

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Thilo S., der einsame, schiefgesichtige Kämpfer für Gerechtigkeit, Abschottung der Unterschicht, Rassenhygiene, Statistiken und ungesunden Menschenverstand, dreht durch. In der Berliner B.Z. beschimpft er den gewiß nicht sonderlich sympathischen Inquisitor M. Friedman und haut auch sonst um sich. Eben wie einer, der an der Wand steht und nicht weiter weiß. Da die B.Z. das Interviw mit Thilo nicht mehr abdrucken will, haben sie es an die Schwester BILD weitergereicht. Und die Dreckwühler sind da natürlich mit Genuß dabei, bis sie sich ab 6. September intensivst Kachelmann “widmen” können.

Dazu schreibt die “Rheinische Post” heute:

Nein, an dieser Stelle keine weitere Abrechnung mit dem sich um seine Reputation quatschenden Genforscher Thilo Sarrazin. Vielmehr gebührt ihm Dank, dass er auf ein entscheidendes Problem aufmerksam macht. Denn der Integrations-Theoretiker Sarrazin überspringt jene Wahrnehmungsschwelle, an der Integrations-Praktiker wie Lehrer, Polizeibeamte, Sozialarbeiter oder Ärzte stets scheiterten, ehe sie sich wieder an ihre Aufräumarbeit am unteren Ende der Wohlstandspyramide machten. Ja, es gibt ein Problem mit Folgen der Einwanderung. Das kann man nicht wegschweigen. Auch nicht wie die Kanzlerin mit dem immergleichen Mantra “Bildung, Bildung, Bildung” weglächeln. Es stellt sich auch die Frage nach Sanktionswillen und -möglichkeiten der Mehrheitsgesellschaft, die sich nicht von Minderheiten dominieren lassen will. Ebenso gilt es,
Befürchtungen der Bevölkerung aufzunehmen. Ein von den Menschen wahrgenommenes Problem erledigt sich nicht durch Nichtbehandlung im öffentlichen Raum. Dass erst der Irrläufer Sarrazin kommen musste, um es auf die Agenda zu setzen, ist ein Armutszeugnis für jene Eliten, die sich über ihn empören, deren Lebenswirklichkeit Begegnungen mit Migranten jedoch vorrangig als Besuch beim Edel-Italiener vorsieht. Nein, Sarrazin darf getrost gehen, seine Fragen müssen bleiben.

Ja, das ist auch alles richtig und man wich lange der offenen Diskussion aus. Aber muß man das in bester Clementscher Manier (”Schmarotzer, Unfähige”) herauspöbeln? Muß man sich gebärden wie weiland Hinkefuß Goebbels? Muß man in die verbale Dreckkiste greifen? Aus Frankfurt wird gerüchtet, die Bundesbank plane den Rauswurf des unsäglichen Herrn.

Mi
1
Sep '10

Ist das eigentlich noch auszuhalten?

Die Rentensituation in Deutschland und Europa spitzt sich immer mehr zu. Ein heutiger junger Mensch kann nicht einmal sicher sein, ob er überhaupt noch eine Rente bekommt. Ganz sicher aber muß er in Deutschland 40 oder 50 Jahre 19,9% seines Einkommens in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Je nach Einkommen darf man also Monat für Monat zwischen 100 und 300 Euro zwangsweise sparen - ohne zu wissen, ob man jemals etwas zurückbekommt. Denkt man positiv und geht davon aus, daß etwas zurückkommt, muß ein Geringverdiener nach heutigem Berechnungsstand 26 Jahre einzahlen, bis er zumindest das Niveau von Arbeitslosengeld II erreicht hat. Jeder halbwegs intelligente Bürger weiß mittlerweile, daß die gesetzliche Rentenversicherung nicht ausreicht, um im Alter ein menschenwürdiges Einkommen zu erhalten. Also muß zusätzlich noch privat gespart werden. Nachteil: Egal, welche Sparform man wählt: Wir zahlen wieder Monat für Monat einen bestimmten Betrag ein und wieder für einen langen, langen Zeitraum. Das bedeutet Einschränkungen im Lebensstandard bereits heute. Die Löhne und Gehälter steigen zudem viel zu langsam, um die ständig steigenden Lebenshaltungskosten aufzufangen. Ein Teufelskreislauf, der komplett dann durcheinander gerät, wenn man auch noch seinen Job verliert.

Oder hat jemand einen Vorschlag oder eine Lösung?

Kabinett stimmt Haushaltsbegleitgesetz zu

Wie hieß es noch 2009? “Wir von Schwarz-Gelb senken die Steuern, es geht allen besser und aufwärts”. Dann stellte man fest, daß die Kassen leer waren und anstelle von Steuersenkungen wird jetzt gespart. Empfänger von ALG II können nun sehen, woher sie später ihre Rente bekommen, Elterngeld gibt`s auch nicht mehr, Vergünstigungen bei der Ökosteuer für besonders energieintensive Unternehmen werden reduziert und das in Zeiten des “Klimawandels”, wo doch jede umweltfördernde Maßnahme nicht nur notwendig ist, sondern ein Muß.

Für Flugpassagiere ist eine “ökologische Luftverkehrsabgabe” geplant. Soll 1 Milliarde einbringen, nun ja…

Daran sieht man, wie sich bei der letzten Bundestagswahl das Volk einmal mehr blenden und in die Falle führen ließ.  Als Alternative stand die SPD da mit versprochener Erhöhung der Sozialleistungen. Was wäre wohl besser gewesen, oder sollte man lieber sagen: “Das kleinere Übel?”

http://www.tagesschau.de/inland/kuerzungspaket100.html

http://www.tagesschau.de/inland/sparbeschluesse100.html

Interesse an Weblogs, Twitter und anderen Web-2.0-Anwendungen sinkt

Das hat meine - zugegeben etwas verspätete - Lektüre der ARD/ZDF-Onlinestudie 2010 ergeben. Während die Nutzung von Videoportalen wie YouTube  und Communitys steige, sinke sie bei den Bloggern, heißt es in der Pressemitteilung zur Studie. Das Interesse an aktiver Teilhabe an Blogs, Twitter und Co. gehe vor allem bei der jüngeren und mittleren Generation zurück.

Dass die Bereitschaft zur Teilhabe am so genannten “Mitmach-Netz” zu schwinden scheint, macht laut eines Berichts auf FAZ.NET auch der frei verfügbaren Online-Enzyklopädie Wikipedia zu schaffen. Wikipedia, deren Artikel oft an erster Stelle in Internet-Suchmaschinen wie Bing oder Google erscheinen, leide unter Autorenschwund.

Noch Appetit?

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Titelseite der NW an belegtem Brötchen.

Hoffnung auf Sonne

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Vielleicht gibt es ja einen milden, nicht so verregneten Herbst mit vielen bunten Blättern an auf und um den Teutoburger Wald. Dann kämen Tausende Touristen in die Glitzermetropole, “Indian Summer” gucken. Chic wäre ja auch eine Fahrt durch Schildesche. Der neue Asphalt da soll nur noch “flüstern”.

Di
31
Aug '10

Voll die Dramatik

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Während die Eltern eines Eingeschulten zur Feier des Tages zum Italiener luden dürften einigen Kids die Mägen geknurrt haben. Aber wie sagt doch Thilo Sarrazin so nett? “Sie haben das falsche Gen”. Oder meinte er, “ein Einkauf bei Aldi oder Lidl deckt alle Begehrlichkeiten ab”?.

Tag der I-Dötze

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Heute lassen sie die kleinen Mädchen und Kerlchen hochleben, verzuckern ihnen die engen Buchenholzstühle, die Erzieher wischen noch selbst die grüne Tafel ab. Nur die Omas, Eltern und Anverwandten wissen, was da noch unweigerlich auf sie zukommt. “Nicht für die Schule sondern für das Leben lernen wir” sagte schon der Römer Seneca. Na ja. Lassen wir das mal so stehen. Der Hamburger Kochmeister Christian Rach sagte daggen gestern Abend im Bildungskanal der Elisabeth Mohn:

“Der Applaus des abgeleckten Tellers ist das Adrenalin, das wir brauchen”. Schmeißt Messer, Gabel und Löffel weg und ran an die Schultüten. Der erste Tag ist süß, aber dann…..

Mo
30
Aug '10

Alles wird gut!

Bielefeld 2025:
Die Lutter fließt träge an der Sparrenburg vorbei, der Ostwestfalendamm ist rückgebaut
und die Innenstadt ist endgültig den kommunal begrünten Brachflächen gewichen.
Von weit her reisen die Menschen an um “das Wunder von Bielefeld”, die Stadt,
die es nicht mehr gibt, persönlich in Augenschein zu nehmen. Endlich ist die Vision
wahr geworden und das Bielefeld ein echter Tourismusmagnet geworden.
Ein gebeugtes altes Männlein mit versteinertem Gesicht führt persönlich die Touristen
herum und erklärt ihnen immer wieder unbeirrt die Geschichte dieser Verwandlung
und dass es selbst auch einmal ein echter Marketing-Direktor war …

.

Aktion letztes Hemd

Das Bielefelder Bündnis “Letztes Hemd” lädt für den morgigen Dienstag zu einer öffentlichen Mal-Aktion ein. Kommt vorbei und bemalt dort ein “letztes Hemd” mit eurem Slogan gegen das unsoziale Sparpaket.  Zeit: Dienstag, 31. August, 15.00 bis 17.00 UhrOrt: Jahnplatz, Bielefeld 

Die Hemden sollen am Dienstag auf Tischen bemalt und PassantInnen mit Flyern über die Aktion informiert werden. Die frisch bemalten Hemden werden dann auf Wäscheleinen präsentiert. Die Presse ist zur Berichterstattung eingeladen. Hunderte “letzte Hemden” mit Slogans von BürgerInnen gegen das Sparpaket sind schon beisammen. Doch wenn wir sie am 16. September vor dem Bundestag anlässlich der Debatte um das Sparpaket präsentieren, sollen es noch viel mehr sein.Am 16. September sollen die Hunderte von Hemden dann in Berlin auf einem großen Laufsteg vor dem Reichstag präsentiert werden: Aktive aus den verschiedenen “Bündnissen letztes Hemd” wählen jeweils ein Hemd mit euren Slogans von einer langen Wäscheleine, ziehen es über und flanieren über den Laufsteg. An dessen Ende nehmen ihnen eine von der Leyen- und eine Merkel-Puppe ihr “letztes Hemd” weg. Die Abgeordneten laden wir ein, der ungewöhnlichen Modenschau beizuwohnen. Wir konfrontieren sie mit den Argumenten der BürgerInnen, warum sie das Sparpaket aufheben müssen.

Start der 35. Woche

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Jetzt wissen wir endlich dank der NW, wer der rappeldürre Kerl war, der wochenlang hinter unserer Waage stand und jeden Hüpfer auf die Wiegeplatte genauestens protokollierte. Es war der Abgesandte von “google waight-view”. Tja und jetzt haben wir den Salat. Aus 1000 freiwillig abgefangenen und gewogenenen NRW-lern errechnen sie, jeder Zweite (wieso eigentlich jeder?) sei zu dick. Da muß man ja was tun. Wie wärs mit Camps “Nicht essen macht frei” oder “Dünne wählen eher rechts” oder sowas? Da wird den Experten schon was einfallen. Hauptsache, sie haben wieder eine Sau, die sie durch die Landschaft treiben können…..

…. vielleicht so wie Baron Mü…. sorry Gutti, der durch das wilde Afghanistan tobt und sich vor der Kamera des engagierten PR-Fotografen ein richtiges Shooting in voller Montur liefert. So, wie man das braucht, wenn man beim Brunnenbohren plötzlich Öl gefunden hat und nun versucht, das den Einheimischen zu klauen. Unser Kriegsminister spielendes fränkisches Model ist halt gerne im Mittelpunkt “bei den Menschen da draußen”.

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NW-Chefredaktor Thomas Seim hat die Nase gestrichen voll von dem gut besoldeten SPD-Pöbler im Bundesbanksessel und macht sich in einem Kommentar Luft: “Es reicht”. Dabei finden alle aufrechten Teutschen das richtig Klasse, wenn der Thilo mal die - nach seinem Gusto verzerrte - “Wahrheit” in bester Clement-Manier herausbrüllt. Irgendwie muss sein besch…..es Buch doch an die rechten Leute gebracht werden. Wenn dann heute Abend noch der bei seinen Interviewversuchen über den Tisch schleimend kriechende Beckmann den Thilo zu Gast hat, klappt das schon Thilo. Die paar Kröten, die man Dir für Deine Weisheiten zahlt, lassen sich dann prächtig aufpeppen. Reichspropmini Goebbels hätte im Sinne der “Rassenhygiene” seine Freude an Dir gehabt.

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Aber was tangiert uns in der Glitzermetropole das alles. Erfreuen wir uns lieber an den gradezu weltstädtischen Arkaden mit Blick Richtung Obernstraße. Da hinten, wo das italienische Kleingefährt steht, gibt es jetzt einen Apfel-Laden in Blickweite des Platzhirsches Gravis im Welle-Haus. Weniger Schlangen und kompetente Leute. Was wollen Anhänger der Computer-Sekte aus Kalifornien mehr? (Zum Beispiel nicht so ein Geschiss mit iTunes, nicht solch einen Hype um EiPhones, Software, die nach der Erstinstallation auch funzt. Aber das wäre zu viel verlangt, schließlich zahlt man ja auch mehr als bei der Konkurrenz mit dem Fenster).

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So
29
Aug '10

Almdudler überfordert

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Zweites Spiel, zweite Niederlage. Zu allem Überfluss flog Arminen-Torschütze Guela in der 90. wegen Tätlichkeit vom Platz. Trainereleve C. Ziege wird da noch eine Menge Arbeit haben, soll der Klassenerhalt gelingen. Aber Osnbarück und Paderborn machten es auch nicht besser.

Stiller Sonntag in der Glitzermetropole

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Sie hat schon so ihre großstädtischen Ecken, die Glitzermetropole unter der Sparrenburg. Einzige Großstadt zwischen Hamm und Hannover. Durchflossen von der reißenden Lutter. Gesegnet mit einem Seeartigen Tümpel in Schildesche mit Eisenbahnviadukt darüber. ICE-Bahnhof. Europabus-Bahnhof. Flaniermeilen. Einem berühmten Platz aus der neorealen Zeit des geschwärzten Wellbleches. Anziehungspunkt für ein paar Touristen, die auf der Autobahn mal grad gucken wollen, was “Alm” heißt.

Bis sie platzen

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Warum über die Meiler diskutieren. Schüttet die ausgebrannten Stäbe in die Büros der Atombetreiber, zahlt keinen Atomanteil am Stromgeld mehr und irgendwann werden sie platzen. Die Meiler. Nicht die Bäuche der sich mästenden Monopolisten.

Sa
28
Aug '10

SPD und Grüne als Konkurrenten: Nach Umfrage-Hochs und der Fortsetzung von Schwarz-Grün in Hamburg will SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles eine schärfere Abgrenzung ihrer Partei

„Politisch sind sie uns immer noch am nächsten, aber wir dürfen kein rot-grünes Wischiwaschi machen. Wir müssen die Unterschiede aufzeigen, zum Beispiel dass die Grünen Politik nur für bestimmte Milieus machen. Die SPD macht ein Angebot für die gesamte Bevölkerung“, sagte SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles dem Hamburger Abendblatt über das Verhältnis ihrer Partei zu Bündnis 90/Die Grünen. In Umfragen erzielen die Grünen derzeit Rekordwerte. Im ZDF-Politbarometer legten sie bei der Sonntagsfrage um einen Prozentpunkt auf 16 Prozent zu. Was politische Inhalte betrifft, gehen Grüne und Wähler jedoch oft getrennte Wege: In der gleichen Umfrage lehnt eine Mehrheit die Rente mit 67 ab, obwohl sich führende Grüne, wie die Fraktionsvorsitzende im Bundestag Renate Künast, dafür ausgesprochen haben, die Anhebung des Rentenalters beizubehalten.

Wie die schwarz-grüne Koalition in Hamburg und das Jamaika-Bündnis im Saarland beweisen, sind die Sozialdemokraten nicht der einzige mögliche Partner für Grüne, wenn es um eine Regierungsbildung geht. SPD-Parteichef Sigmar Gabriel hatte die Grünen deshalb schon aufgefordert, sich zwischen Bündnissen mit seiner Partei und der CDU zu entscheiden.

Bündnis 90/Die Grünen als Milieu-Partei? Inhaltlich gelten sie nicht gerade als Vorreiter, wenn es um Sozial-, Arbeitsmarkt oder Wirtschaftspolitik geht. Auch im letzten Bundestagswahlkampf drängte die Partei das Thema Atomkraft stark in den Vordergrund. Und ein Blick auf die Größe der Partei zeigt, dass die Grünen von den Mitgliederzahlen her noch hinter der FDP liegen. In Bielefeld mit 325.000 Einwohnern hat die Partei rund 400 Mitglieder.

Morgen Energie

Noch hält sich Arminia nach einem verlorenen Spiel ganz gut in der Tabelle Niemandsland. Morgen zur Gulaschzeit wird das Match gegen Energie Cottbus angepfiffen, die als stolzer Fünfter aud die Alm kommen. Mal gucken, wie die Werkeself danach dasteht. Offentlich besser als Kaiserslautern-Unterlieger FC Bayern.

Bielefelder Hübschheiten

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Sage niemand, Bielefelderinnen seien nicht hübsch. Isabell Horn zum Beispiel, Darstellerin in der der Daily Soap “Gute Zeiten, schlechte Zeiten”. Jetzt vorgestellt im Samstagmagazin der NW. Eine 26 jährige Quirligkeit, wie Mann sie ab und zu unter Sparren - und Hünenburg trifft. Was wohl mit der Teutoburger Bergluft und der Stimmung in dieser einzigen Glitzermetropole zwischen Dortmund und Hannover zu tun hat. Derzeit treibt sie in Berlin wegen der täglichen Dreharbeiten ihr “Unwesen”.

In der Metropole dagegen sind aktuell die vier Finalisten der “NW Bielefeld-Gesichter”. Zur Blondheit Vanessa Jessen (2. von rechts) meinte die so gar nicht blonde schönere und bessere Hälfte: “Die würde ich wählen”. Seit wann steht sie auf Frauen?

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Sie mögen die “mächtigste Frau der Welt” nicht mehr

Erneut sind viele Fragen unbeantwortet geblieben. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat ihre Energie-Tour beendet, aber Unklarheiten noch nicht beseitigt. Um wieviele Jahre werden die Laufzeiten der Atomkraftwerke verlängert? Bleibt es wirklich bei der Brennelementesteuer? Und wie hoch ist der Zusatzbeitrag, den Energiekonzerne über die Steuer hinaus zahlen sollen? Das sind die offenen Fragen nach der Bildungsreise. Angela Merkel hat sich zwar mit den Atombossen getroffen, aber sie ist mit ihnen nicht auf Schmusekurs gegangen. Es spricht für die Bundeskanzlerin, dass sie sich gegenüber der mächtigen Lobby in einigen Punkten kritisch gezeigt hat - etwa bei der umstittenen Zeitungsanzeige, mit der Wirtschaftsführer wie der Chef von RWE versucht hatten, vor Merkels Besuch mit einem energiepolitischen Appell Stimmung zu machen. Der Schuss ging nach hinten los, weil Merkel Klartext redete. Die Kanzlerin hat auch gepunktet, weil sie durchblicken ließ, an der Brennelementesteuer in Höhe von 2,3 Milliarden Euro festhalten und den Atomkonzernen darüber hinaus eine weitere Abgabe abverlangen zu wollen. Erwartet wird, dass das Energiekonzept der Regierung eine Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke von zehn bis fünfzehn Jahren vorsehen wird. Trotz der rot-grünen Träumereien vom sofortigen Ausstieg: Alles andere als eine
Verlängerung der Laufzeiten wäre illusorisch. Fast 20 Prozent des Stromverbrauchs in Deutschland stammt zwar bereits aus erneuerbaren Energien. Und in zehn Jahren sollen es fast 40 Prozent sein. Doch noch können wir nicht vollkommen auf die Meiler verzichten, die weltweit zu den sichersten zählen. Schließlich soll der Strom bezahlbar bleiben. Und Energie aus Russland für teures Geld zuzukaufen und somit abhängig zu sein - das wäre kein guter Plan. Die Frage wird sein, mit wieviel Geld genau die Konzerne zur Kasse gebeten werden. Daran wird letztlich auch Kanzlerin Merkel persönlich gemessen. Gelingt ihr es, einen Betrag durchzusetzen, der höher ist als die bisherigen 2,3 Milliarden Euro, könnte sie gestärkt aus der Debatte hervorgehen. Muss sie klein bei geben, wird das der Öffentlichkeit nur schwer zu vermitteln sein. Fakt ist, dass der Bundesregierung Ärger ins Haus steht. Auf Initiative der rot-grünen Landesregierung in Nordrhein-Westfalen haben sich neun Bundesländer zusammengeschlossen, um gegen das Energiekonzept vorzugehen, darunter Hamburg, das Saarland, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen - Länder, in denen die CDU mit auf der Regierungsbank sitzt. Wenn Schwarz-Gelb die Pläne ohne Mitwirkung des Bundesrats durchboxen will, droht der Regierung sogar eine Verfassungsklage. Darauf haben die Länder bereits vorsorglich hingewiesen. Angela Merkel stehen stürmische Zeiten bevor. Die Bildungsreise ist beendet. Und obwohl das Energiekonzept noch nicht vorliegt, hat der Ärger längst begonnen.

Auch unser liebes Westfalen-Blatt rückt mehr und mehr von der mit idiotischen Verherrlichungsartikeln ohne Sinn und Verstand hochgeschriebenen “mächtigsten Frau der Welt” ab. Es ist eben die übliche Merkel-Politik: So lange warten, bis es sich irgendwie erledigt, ausgeht, anegleicht oder liegenbleibt. Das hilft aber weder “den Menschen draußen im Lande” noch Deutschland. Es isr einfach nur klammern am wichtigen Stühlchen, auch wenn die Beinchen immer noch nicht auf den festen Boden reichen.

Alles schon mal dagewesen …

Die Altherrenriege lässt sich von Cathleen nicht schocken
und war schon in den Siebzigern mit Überschwemmung vertraut!

Fr
27
Aug '10

Rad in der Ravensberger

Am Samstag, 4. September, werden ab 11.00 Uhr öffentlich Fundräder auf dem Gelände des Ordnungsamtes, Ravensberger Park 5, vor dem mittleren Eingang versteigert. Etwa 80 Fahrräder können gegen sofortige Barzahlung erworben werden. Sagt eine Pressemeldung der Stadt Bielefeld.

Hoffentlich ist da gutes Rad nicht teuer.